Frauenhandel in Solothurn vor Gericht: alles abgestritten

Zum Auftakt des Prozesses gegen fünf Männer und eine Frau wegen Menschenhandels haben alle Angeklagten die Vorwürfe bestritten. Insbesondere sagten sie, die in einschlägigen Etablissements tätigen jungen Frauen aus Rumänien hätten freiwillig als Prostituierte gearbeitet.

Mit Telefon-Abhörprotokollen versucht die Staatsanwaltschaft zu kontern.

Weitere Themen:

  • Warum die Ermittlungen im Fall von Frauenhandel und Zwangsprostitution besonders schwierig sind.
  • Warum immer wieder Mädchen und Frauen in die Falle von Menschenhändlern geraten und wie schwer die Flucht daraus ist.
  • Die Zellstoff-Fabrik Borregaard unterbreitet dem Kanton Solothurn einen Aktionsplan, um bis Ende 2010 die Umweltvorgaben einzuhalten.

Beiträge

  • Frauenhandelsprozess: Telefongespräche abgehört

    Im Solothurner Prozess gegen sechs Angeklagte wegen Frauenhandels gaben abgehörte Telefongespräche Aufschluss über den Umgang der mutmasslichen Menschenhändler mit jungen Frauen aus Rumänien. Maurice Velati im Gespräch mit Gerichtsreporter Eric Send.

    Eric Send

  • Die Ermittlungen in Menschenhandelsfällen sind schwierig

    Prozesse wegen Menschenhandels sind eher selten. Das hängt nicht zuletzt damit zusammen, dass die Ermittlungen in diesen Fällen schwierig sind. Auskünfte vom Ankläger im gegenwärtigen Solothurner Fall, Staatsanwalt Rolf von Felten.

    Peter Jaeggi

  • Wie kann den Opfern geholfen werden?

    Opfer von Menschenhandel, oft junge Frauen, sind vom Erlebten jeweils stark traumatisiert. Danielle Müller, Psychologin und Trauma-Therapeutin, betreut solche Opfer. Im Gespräch berichtet sie darüber.

    Peter Jaeggi

  • Zellstoff-Fabrik Borregaard produziert weiter

    Die Zellstoff-Fabrik Borregaard in Riedholz bei Solothurn hat den von der Regierung geforderten Vertrauensbeweis erbracht - das heisst, während zweier Monate deutlich weniger Schmutzwasser in die Aare geleitet.

    Das bedeutet, Borregaard darf weiter produzieren, und die Behörden prüfen den Umwelt-Aktionsplan der Firma.

    Peter Jaeggi

Moderation: Maurice Velati, Redaktion: Christine Ruf