Armechef Nef bietet Rücktritt an

Roland Nef schlägt dem Bundesrat vor, das Arbeitsverhältnis aufzulösen. Die Glaubwürdigkeit der Armee müsse gestärkt, der Fall restlos aufgeklärt werden, fordern die Parteien.

Weitere Themen:

Bei der deutschen Lufthansa soll ab Montag gestreikt werden und das mitten in der Ferienzeit.

Die UBS wird in New York wegen angeblichen Betrugs im grossen Stil angeklagt.

Beiträge

  • Für Roland Nef wurde der Druck zu gross.

    Armeechef Nef beugt sich dem Druck

    Armeechef Roland Nef wirft das Handtuch. Er hat dem Bundesrat die Auflösung seines Arbeitsverhältnisses im gegenseitigen Einvernehmen vorgeschlagen. Bundesrat Samuel Schmid nahm das Gesuch zur Kenntnis.

    Korpskommandant Nef habe bei der Auflösung der Beziehung zu einer ehemaligen Partnerin Fehler gemacht, teilten seine Anwälte mit. Die gegen ihn erhobenen Vorwürfe hätten eine Weiterführung der militärischen Funktion verunmöglicht.

    Der Gesamtbundesrat will das Gesuch Nefs an einer der nächsten Sitzungen behandeln.

    Die Frage an Pascal Krauthammer: Roland Nef hätte noch etwas Zeit gehabt, er war von Bundesrat Schmid beurlaubt. Weshalb jetzt dieses Rücktrittsgesuch?

    Danièle Hubacher

  • Bundesrat Schmid (m.) begibt sich an die Sitzung der Sicherheitspolitischen Kommission.

    Parteien begrüssen Nefs Rücktrittsangebot

    Für alle Parteien ist Nefs Rücktrittsantrag eine unausweichliche Folge der Vorwürfe gegen seine Person. Nun müsse die Glaubwürdigkeit der Armee gestärkt und der Fall restlos aufgeklärt werden.

    Doch das Rücktrittsgesuch nimmt Verteidigungsminister Samuel Schmid nicht aus der Schusslinie. Er erhält einzig von der politischen Mitte, CVP und FDP, Unterstützung. Die SVP und die Grünen halten an der Rücktrittsforderung an Bundesrat Schmid fest.

    Oliver Washington

  • Der New Yorker Generalstaatsanwalt Andrew Cuomo.

    New York klagt gegen UBS

    In den USA sieht sich die UBS mit einer weiteren Klage konfrontiert. Der New Yorker Generalstaatsanwalt hat eine Zivilklage eingereicht. Die UBS-Aktie ist daraufhin um mehr als fünf Prozent gefallen.

    Der Vorwurf des New Yorker Generalstaatsanwalt lautet, dass die Schweizer Grossbank ihren Kunden Wertpapiere auch dann noch als sichere Geldanlage angepriesen habe, als sie selber diese Papiere bereits in grossem Umfang abgestossen hatte. Die UBS gab bekannt, sie werde sich energisch gegen die Klage zur Wehr setzen.

    Die Frage an Manuel Rentsch: Was steht genau in der Anklageschrift?

    Danièle Hubacher

  • Lufthansa steht vor einem unbefristeten Streik.

    Lufthansa droht Streik in Urlaubszeit

    Bei der deutschen Lufthansa soll ab Montag gestreikt werden, mitten in der Ferienzeit. Die Gewerkschaft Verdi ruft das Kabinen- und Bodenpersonal zur Arbeitsniederlegung auf.

    Die Lufthansa hat für den Streikfall verschiedene Massnahmen beschlossen und hofft, mit einem Notfallplan einen Grossteil der Flüge trotzdem abwickeln zu können.

    Fritz Dinkelmann

  • Steigende Energiepreise belasten das Geschäft zunehmend.

    Kampf gegen Ölpreis-Manipulation

    Die US-Aufsichtsbehörde CFTC will Spekulation auf den Rohstoffmärkten eindämmen. Sie hat in New York Klage wegen mutmassliche Manipulationen des Ölmarkts gegen einen US-Fonds eingereicht.

    Doch wie gross ist der Einfluss der Spekulation auf die Rohstoffpreise tatsächlich? Darüber sind sich Politik, Wirtschaft und Experten nicht einig.

    Dagmar Zumstein

  • Baumwolle pflücken in der westafrikanischen Republik Côte d’Ivoire.

    Afrikaner stossen bei der WTO auf taube Ohren

    Die Teilnehmenden der WTO-Freihandelsrunde feilschen darüber, wie stark Zölle und Subventionen für die Landwirtschaft und Industriegüter sinken sollen. Für die afrikanischen Vertreter geht es dabei um mehr als nur um Zahlen.

    Die Subventionen an die Baumwoll-Farmer in den USA führen dazu, dass der Weltmarktpreis gesunken ist, was wiederum Tausende von westafrikanischen Baumwollbauern in den Ruin treibt.

    Denn Baumwolle ist das einzige Exportprodukt der westafrikanischen Länder. Doch in der WTO stossen die afrikanischen Länder auf taube Ohren.

    Priscilla Imboden

Moderation: Danièle Hubacher