Autokrise ruft EU auf Plan

Die Krise in der europäischen Autoindustrie ruft nun auch die EU auf den Plan: Das Europäische Parlament sucht Wege aus der Krise.

Weitere Themen:

Die indische Marine versenkt ein Piratenschiff vor Somalia.

In Russland stimmt das Parlament für die Amtszeitverlängerung des Präsidenten.

Der Ölpreis sinkt auf 54 Dollar pro Barrell.

Beiträge

  • Der Autobauer Opel erwägt die Einführung einer 30 Stunden-Woche.

    EU berät über Krise der Autobauer

    Die Probleme der europäischen Autobauer beschäftigt nun auch die EU-Politiker. Vertreter der EU-Kommission sollen heute den Abgeordneten des Europäischen Parlaments in Strassburg darlegen, was sie gegen die Krise tun wollen.

    Die grossen Automobilkonzerne sind von der Finanzkrise besonders hart betroffen: Der Absatz von Neufahrzeugen geht zurück, in vielen Unternehmen wurde die Produktion bereits zurückgefahren.

    Autobauer hoffen auf Staatshilfe

    In den USA haben die drei Grossen der Branche - GM, Chrysler und Ford - bereits Staatshilfe erbeten; sie hoffen auf rund 25 Milliarden Dollar. In Deutschland will die Regierung bis Weihnachten entscheiden, ob sie den angeschlagenen Autobauer Opel unterstützt.

    Thomas Oberer

  • Die indische Fregatte «INS Tabar» patrouilliert im Golf von Aden.

    Somalische Piraten kapern weitere Schiffe

    Der indischen Marine ist ein Schlag gegen die Seepiraten vor der Küste Somalias gelungen: Medienberichten zufolge versenkte ein indisches Patrouillenschiff ein Schiff der Seeräuber.

    Diese hätten das indische Schiff, das im Golf von Aden patroulliert, zuvor beschossen, berichtet die Nachrichtenagentur IANS.

    Weitere Schiffe gekapert

    Den Piraten gelang es in den vergangenen Stunden allerdings, weitere Schiffe in ihre Gewalt zu bringen. So wurden ein griechisches und ein thailändisches Schiff gekapert sowie ein unter der Flagge Hongkongs fahrender Frachter. Seit Jahresbeginn hat sich die Zahl der Angriffe von Seeräubern in der Region auf beinahe 100 erhöht.

  • Widerstand gegen Zürcher 2000-Watt-Vorlage

    Die Zürcherinnen und Zürcher stimmen am 30. November über eine Vorlage ab, die einigen Zündstoff bietet. Es geht um die «Verankerung der Nachhaltigkeit und die 2000-Watt-Gesellschaft». Wichtigstes Ziel: Die Stadt soll auf lange Sicht ohne Atomenergie auskommen.

    Die Vorlage wird nicht in erster Linie von Parteien bekämpft. Vor allem nationale Wirtschaftsverbände machen dagegen mobil. Sie befürchten, ein Ja könnte auch über Zürich hinaus Schule machen.

    Sonja Schmidmeister

  • Das russische Parlament stimmt für längere Amtszeit des Präsidenten.

    Mehr Macht für Russlands Präsidenten

    In Russland dürfte der Präsident schon bald mehr Macht erhalten. Im Parlament stimmte eine grosse Mehrheit der Abgeordneten für eine Verlängerung der Amtszeit des Staatsoberhauptes von vier auf sechs Jahre.

    In zweiter Lesung stimmten die Delegierten zudem für eine verlängerte Legislaturperiode des Parlaments. Es soll künftig alle fünf statt alle vier Jahre gewählt werden.

    Die Verfassungsänderungen waren von Präsident Dmitri Medwedew angestossenen worden. Sie müssen am Freitag noch in die dritte und abschliessende Lesung und anschliessend in den Föderationsrat und einige Regionalparlamente. Da die Partei «Geeintes Russland» von Ministerpräsident Wladimir Putin dort überall solide Mehrheiten hat, wird Zustimmung erwartet.

    Peter Gysling

  • Der Benzinpreis ist so tief wie seit vielen Monaten nicht mehr.

    Ölpreis auf Zwei-Jahres-Tief

    Der Ölpreis ist weiter auf Talfahrt - er ist so tief wie seit bald zwei Jahren nicht mehr. An der New Yorker Rohstoffbörse wird derzeit für ein Barrel der Referenzsorte Light Sweet Crude gut 54 Dollar gezahlt werden. Im Sommer lag der Preis noch fast drei Mal so hoch.

    Grund für den Verfall der Preise ist einmal mehr die weltweite Finanzkrise. Diese schlägt inzwischen auch auf die Realwirtschaft durch: Das Wachstum schwächt sich ab, die Nachfrage nach Öl sinkt. Der sinkende Ölpreis führt unter anderem dazu, dass auch der Benzinpreis so tief ist wie seit vielen Monaten nicht mehr.

    Manuel Rentsch

  • Die Ölwirtschaft ist fest in Händen des Staates Venezuela.

    Sinkende Öleinnahmen: Chavez fehlt wichtiges Geld

    Der sinkende Ölpreis sorgt nicht überall für Freude: In Venezuela zum Beispiel, wo die staatliche Ölwirtschaft die wichtigste Einnahmequelle ist. Der linkspopulistische Staatschef Hugo Chavez muss nun wohl zu unpopulären Sparmassnahmen greifen.

    Ulrich Achermann

Moderation: Ivana Pribakovic, Redaktion: Christoph Wüthrich