Bund soll umweltfreundlich Konjunktur ankurbeln

Der Gewerkschaftsdachverband Travail Suisse fordert, dass der Bund mit Energie- und Klimapolitik die Wirschaft ankurbelt. Damit könnten zahlreiche neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Der Vorschlag stösst auf Kritik.

Weitere Themen:

In der Schweiz leiden Exportindustrie und Tourismusbranche unter dem starken Franken.

Die Zahl der Asylbewerber in der Schweiz steigt derzeit massiv an.

Beiträge

  • Travail Suisse fordert ein Gebäudesanierungs-Programm.

    Umweltschutz soll neue Arbeitsplätze schaffen

    Mit einer gezielten Energie- und Klimapolitik will der Gewerkschafts-Dachverband Travail Suisse Zehntausende Arbeitsplätze schaffen und so möglichen Folgen der Finanzkrise entgegenwirken.

    In einem Positionspapier verlangt Travail Suisse rasche Gebäudesanierungen, die den CO2-Ausstoss und den Energieverbrauch senken würden. Auch die Solarenergie soll stärker gefördert werden. Zudem fordert der Verband, dass der Ausstoss von Treibhausgasen bis 2020 im Vergleich zu 1990 um 30 Prozent gesenkt wird.

    Mit solchen Massnahmen  könnten Zehntausende Arbeitsplätze geschaffen werden, erklärte Travail Suisse vor den Medien. Angesichts der drohenden Rezession seien solche Impulse für die Wirtschaft nötig. Die Chance besteht für die Gewerkschaft darin, Arbeitsplätze zu schaffen und gleichzeitig etwas für die Umwelt zu tun.

    Dagmar Zumstein

  • 350 neue Wasserkraftwerke geplant

    Strom aus Wasserkraft erlebt in der Schweiz eine neue Blütezeit. Hunderte Baugesuche werden eingegeben, auch wenn die Ausbaumöglichkeiten begrenzt sind.

    Allein für Klein-Wasserkraftwerke sind derzeit fast 350 Gesuche hängig. Ab 2009 bezahlt der Bund eine Vergütung, wenn Strom aus einem Kleinwasser-Kraftwerk ins Netz gespiesen wird. Allerdings sind solche Anlagen auch ein empfindlicher Eingriff in die Natur.

    Wie Wasserkraftnutzung und Naturschutz in Einklang gebracht werden können, zeigt sich im Kanton Aargau, in der Region zwischen Hallwilersee und Wildegg. Dort münden die Bünz und der kleine Aabach in die Aare.

    Fredy Gasser

  • Euro ist gegen den Franken auf ein neues Rekordtief gefallen.

    Anleger suchen Zuflucht im Franken

    Die Finanzkrise wirbelt neuerdings auch die Währungen durcheinander. Immer mehr Anleger suchen Zuflucht im Schweizer Franken, der als sichere Währung gilt. Das bringt nicht nur Vorteile.

    Der Euro ist am Dienstag gegenüber dem Franken schwach geblieben. Am Montag hatte er ein Tief mit historischen Ausmassen erreicht: Der Euro kostete zwischenzeitlich nur 1,43 Franken. Damit wurde der bisherige Tiefstwert vom September 2001 unterschritten.

    Experten zeigen sich besorgt um die Schweizer Auslandsgeschäfte. Konsumenten hingegen freuen sich weiter über günstige Reisen und Shopping-Touren in Euro-Ländern.

    Rainer Borer

  • Asylbewerber werden in Containern untergebracht.

    Asylsuchende müssen in Containern übernachten

    Die Zahl der Asylbewerber in der Schweiz steigt derzeit massiv an. Viele Unterkünfte sind bereits überbelegt. So auch in Graubünden, wo abgewiesene Asylbewerber in einem Container untergebracht werden.

    Weil wieder mehr Asylbewerber Schutz in der Schweiz suchen, müssen sich die Kantone umorganisieren, um allen Asylsuchenden eine Unterkunft zu bieten.

    Abgewiesene Asylbewerber werden beispielsweise in Graubünden seit bald zwei Wochen über Nacht in einem Container untergebracht. Den Tag müssen sie auf der Strasse verbringen. Der Kanton sagt, damit würden die Vorgaben des Bundes umgesetzt.

    Riccarda Simonett

  • China und Russland planen grossen Öl-Deal

    China will russischen Ölfirmen offenbar 25 Milliarden Dollar leihen. Im Gegenzug soll das Land 300 Millionen Tonnen Öl von Russland erhalten.

    Die beiden Länder werden am Dienstag nach langen Verzögerungen einen langfristigen Liefervertrag unterzeichnen, wie aus Branchenkreisen verlautete. 

    China sichere sich damit über die kommenden 20 Jahre insgesamt 300 Millionen Tonnen russisches Öl - rund vier Prozent seines jährlichen Verbrauchs wären damit gedeckt. Dafür soll China russischen Ölfirmen aus seinen riesigen Währungs-Reserven 25 Milliarden Dollar Kredite gewähren.

    Peter Gysling in Moskau und Brigitte Zingg

Moderation: Ivana Pribakovic, Redaktion: Klaus Bonanomi