Bundesrat entwirft «Schweiz 2030»

Der Bundesrat legt Entwürfe für die Verkehrsplanung 2030 vor. Grundtenor: mehr Schienen, mehr Strassen, mehr Grünflächen, also eine grössere Zersiedelung.

Weitere Themen:

Die Finanzkrise hat die Reserven mehrere Krankenkasse um bis zu 20 Prozent schrumpfen lassen.

In der Schweiz entsteht durch die Fusion von Atel und EOS der Stromgigant Alpiq.

Die palästinensiche Hamas hat die Waffenruhe mit Israel offiziell beendet.

Beiträge

  • Im Fernverkehr und Regionalverkehr braucht es ein grösseres Bahnangebot.

    Bundesrat gleist Bahn 2030 auf

    Mehr Schienen und mehr Züge: Der Bundesrat plant unter dem Titel Bahn 2030 einen weiteren massiven Ausbau des Schienenverkehrs und will dafür die Zugfahrer mitbezahlen lassen.

    Bahnreisende sollen mitbezahlen
    Der Bundesrat will dem Parlament zwei Varianten unterbreiten, die unterschiedlich umfangreiche Investitionen in die Bahn vorsehen. Mitbezahlen sollen diese Vorhaben alle Bahnbenutzerinnen und -benutzer über höhere Bahntarife, voraussichtlich während zehn Jahren.

    1. Variante: 21 Milliarden Franken Die erste Variante umfasst einen Ausbau des Schienennetzes über 25 Jahre im Umfang von rund 21 Milliarden Franken. Investiert werden soll in den Fernverkehr zwischen den Agglomerationen einerseits und in den Regionalverkehr innerhalb der Agglomerationen andererseits.

    Curdin Vincenz

  • Zersiedelung und Kulturlandverlust sollen gebremst werden.

    Zersiedelung bremsen

    Dieter Kohler

  • Neuer Stromgigant aus Atel und EOS

    Die Schweizer Stromkonzerne Atel und EOS fusionieren nach jahrelangen, harzigen Verhandlungen. Sie schliessen sich zum neuen Unternehmen Alpiq zusammen.

    Grösster Schweizer Stromkonzern

    Mit der Fusion entsteht der grösste Schweizer Stromkonzern. Das neue Unternehmen wird in der Schweiz für ein Drittel der Stromversorgung verantwortlich sein. Der Energiedienstleiser wird in 29 Ländern tätig sein und über 10 000 Angestellte beschäftigen.

    Konsumenten profitieren nicht
    Die Fusion mache wirtschaftlich Sinn, sagen Energieexperten. Die Konsumenten werden davon kaum profitieren.

    Die Fusion hat für die Schweizer Energiepreise keine Relevanz. Denn die internationalen Strompreise werden von der Schweiz nur zum Teil beeinflusst und an der Zahl der Kraftwerke, die jetzt in einer Hand liegen, ändert sich auch nichts. Experten sagen eine weitere Konzentration voraus.

    Sabine Manz

  • ABB muss sparen

    ABB stellt sich auf magerere Zeiten ein. Der Technologiekonzern legt fast zwei Milliarden Dollar zur Seite, als Rückstellung wegen eines Korruptionsverfahrens und für Sparmassnahmen.

    Vorwürfe wegen Korruption, Preisabsprachen und Bestechung

    Der Konzern muss Rückstellungen in der Höhe von 850 Millionen Dollar bilden. Mit dem Geld wappnet sich ABB für die Bereinigung einiger Altlasten.

    Dazu zählen Ermittlungen in den USA und im Nahen Osten im Zusammenhang mit «verdächtigen Zahlungen». Die Untersuchungen dieser möglichen Korruptionsfälle seien noch im Gang, wie das Unternehmen mitteilte.

    Dagmar Zumstein

  • Helsana stürzt tief in Verlustzone ab.

    Krankenkassen leiden unter schlechtem Börsenjahr

    Die Finanzkrise führt bei zahlreichen Schweizer Krankenkassen zu grossen Verlusten. Die Versicherten könnten es zu spüren bekommen, dass sich einige Kassen verspekuliert haben.

    Finanzkrise löchert Reserven der Kassen
    Ihr Verband schätzt, dass sie in den letzten Monaten 10 bis 20 Prozent ihrer Reserven verloren haben. Besonders hart trifft es jene Kassen, die stark in Aktien investiert haben.

    Helsana mit dreistelligem Millionenverlust

    Die Krankenkasse Helsana etwa rechnet für das laufende Jahr mit einem Verlust in dreistelliger Millionenhöhe. Sprecher Rob Hartmans begründet diesen mit den steigenden Kosten im Gesundheitswesen. Der Druck auf die Reserven würde zudem durch die Finanzkrise verschärft, erklärte er.

    Barbara Widmer

  • Ende der Waffenruhe in Gaza

    Die Waffenruhe zwischen der Hamas und Israel im Gazastreifen ist offiziell beendet. Doch bereits seit Wochen wurde die vereinbarte Feuerpause auf beiden Seiten immer wieder gebrochen.

    Neuer Gewaltausbruch befürchtet

    Das Ende der sechsmonatigen Waffenruhe zwischen Israel und den militanten Palästinenserorganisationen im Gazastreifen sorgt für Befürchtungen vor einem neuen Gewaltausbruch. Sowohl die palästinensische Bevölkerung im Gazastreifen wie auch die Israelis in Sderot und Ashkelon fürchten sich vor neuer Gewalt und mehr Unsicherheit.

    Schwarz-Peter-Spiel Die Hamas will sie nicht mehr verlängern mit der Begründung, Israel habe sich nicht an die Bedingungen gehalten. Die israelische Armee warnt Hamas vor einem Kollisionskurs. Die israelische Regierung ihrerseits schiebt alle Schuld der Palästinenserorganisation zu. Wären keine Raketen auf Israel abgefeuert worden, wäre die Blockade aufgehoben worden.

    Iren Meier

  • Evander Holyfield will Nikolai Walujew auf die Bretter schicken.

    Holyfield will Boxgeschichte schreiben

    Der amerikanische Boxprofi Evander Holyfield will es mit 46 Jahren noch einmal wissen und als ältester Schwergewichts-Weltmeister Boxgeschichte schreiben.

    Der Längste gegen den Ältesten

    Der Amerikaner fordert am Samstag in Zürich den 2,13 Meter grossen WBA-Titelträger Nikolai Walujew heraus. 46 Jahre sind für einen Berufsboxer viel. Für den Schweizerischen Boxverband beispielsweise ist das Gesundheitsrisiko in diesem Alter so hoch, dass er eine Alterslimite von 35 Jahren für Profiboxer eingeführt hat.

    Ring statt Rente Kritiker haben nur Hohn und Spott für das Duell übrig, sprechen von «Boxen im Altersheim» und «kompletter Farce». «Es ist eine Frage des Charakters und nicht des Alters», sagt Holyfield, der bereits viermal Champion war. Andere sorgen sich um die Gesundheit Holyfields. Aber nach einer gründlichen ärztlichen Untersuchung hat Holyfield die Erlaubnis zum Kampf erhalten.

    Rachel Murith

Moderation: Vincenz Curdin, Redaktion: Elisabeth Pestalozzi