Bundesrat lockert Bankgeheimnis

Der Bundesrat will bei der internationalen Zusammenarbeit gegen Steuerdelikte den OECD-Standard übernehmen.

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Die Strategie der Schweizerische Nationalbank stützt den Franken, aber ruft Kritik im Ausland hervor.

Chinas Regierungschef sorgt sich um chinesisches Geld in USA.

Die grösste Schweizer Anzeigen-Vermarkterin, die Publigroupe, hat mit sinkenen Werbe-Einnahmen zu kämpfen.

Beiträge

  • Schweiz lockert Bankgeheimnis

    Die Schweiz lockert ihr Bankgeheimnis: Sie übernimmt den OECD-Standart bei Amtshilfe in Steuersachen. Das hat der Bundesrat entschieden.

    Nach Liechtenstein, Österreich, Luxemburg und Belgien übernimmt nun auch die Schweiz die OECD-Richtlinien in Bezug auf Amtshilfe bei Steuerdelikten. Das Bankgeheimnis wird damit teilweise gelüftet. Dies gilt jedoch nicht für Schweizerinnen und Schweizer.

    Géraldine Eicher

  • Schweiz gibt internationalem Druck nach

    Nach langen Diskussionen lockert nun auch die Schweiz das Bankgeheimnis für ausländische Steuersünder. Neu will der Bund auch bei Verdacht auf Steuerhinterziehung Amtshilfe leisten.

    Philipp Burkhardt

  • Gefahr der schwarzen Liste gebannt

    In einer konzertierten Aktion haben die Finanzminister von Österreich, Luxemburg und der Schweiz angekündigt, das Bankgeheimnis gegenüber ausländischen Steuerhinterziehern zu lockern.

    Die drei Ländern wollen die Richtlinien der OECD in Bezug auf Steuerdelikte übernehmen. Mit diesen Zugeständnissen haben sie die Gefahr, auf eine schwarze Liste der OECD zu kommen, vorläufig abgewendet. 

    Thomas Oberer

  • Schweizer Franken verliert an Wert

    Die Massnahmen der Schweizerischen Nationalbank zeigen Wirkung: Der Schweizer Franken wird schwächer. Gegenüber dem Euro verlor der Franken 5 Rappen. Dies freut die hiesige Exportindustrie.

    Die Nationalbank senkte am Donnerstag den Leitzins erneut und erwarb Obligation. Ausserdem kaufte sie am Markt Devisen, um eine weitere Aufwertung des Frankens gegenüber dem Euro zu verhindern.

    Der direkte Eingriff in den Währungsmarkt ist nicht nur unkonventionell, sondern auch sehr umstritten in der internationalen Finanzwelt.

    Barbara Widmer

  • Jersey kämpft um guten Ruf

    Die britische Kanal-Insel Jersey wendet zwar in Steuerfragen die Standards der OECD an, doch ihren Ruf als Steuerparadies ist sie noch lange nicht los geworden.

    Der internationale Druck auf den Finanzplatz von Jersey ist trotz OECD-Standards noch immer sehr gross.

    Das zeigt die Reportage von Daniel Voll, der auf Jersey eine Veranstaltung des internationalen Netzwerks für Steuergerechtigkeit besucht hat.

  • China könnte viel Geld verlieren

    In China ist der Nationale Volkskongress mit ungewöhnlichen Tönen zu Ende gegangen: Regierungschef Wen Jiabao sagte vor Journalisten, er sei über die Wirtschaftskrise beunruhigt.

    Wenn die USA die Krise nicht bald in den Griff bekämen, könnten Milliarden-Beträge in China gefährdet sein, fürchtet Wen.

    China hat fast die Hälfte seiner riesigen Devisen-Reserven in Staatsanleihen der USA angelegt.

    Urs Morf

Moderation: Ivana Pribakovic, Redaktion: Mark Livingstone