Bundesrat senkt BVG-Mindestzinssatz auf zwei Prozent

Der Mindestsatz zur Verzinsung der Altersguthaben in der zweiten Säule sinkt Anfang 2009 von 2,75 auf 2 Prozent.

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Der Euro sinkt unter die Marke von 1,50 Franken; das macht der Exportindustrie zu schaffen.

Manche Banken erhalten derzeit Milliarden an Spargeldern. Nun wissen sie nicht mehr wohin mit dem Geld.

Stromfresser sollen vom Markt verschwinden. Der Bundesrat will Verbrauchsvorschriften für Hauhaltapparate und elektronische Geräte einführen.

Beiträge

  • Weniger Geld für Alterssparer.

    Nur noch 2 Prozent Zins auf Altersguthaben

    Der Bundesrat senkt den BVG-Mindestzinssatz in der obligatorischen Altersvorsorge der zweiten Säule von 2,75 auf 2 Prozent. Er reagiert damit auf die sich verschlechternden Anlagemöglichkeiten. 

    Laut Bundesrat liegt der langfristige gleitende Durchschnitt der 7-jährigen Bundesobligationen aktuell bei 2.48 Prozent. Während man bei den Anleihen und Liegenschaften von positiven Erträgen ausgehen könne, sei es bei den Aktien zu erheblichen Kursverlusten gekommen. Insgesamt hätten sich die Portfolios der Pensionskassen negativ entwickelt.

    Wie der Bundesrat in Erinnerung ruft, verlor allein in diesem Jahr der Swiss Market Index SMI 26,7 Prozent. Positiv entwickelten sich die Preise der Immobilien in der Schweiz, doch ist ihr Anteil in den Portfolios mit durchschnittlich knapp 13 Prozent zu klein, um den negativen Trend zu kompensieren. Die Portfolios der meisten Vorsorgeeinrichtungen dürften sich demnach in diesem Jahr deutlich negativ entwickelt haben.

    Geraldine Eicher

  • Der Dollar erreicht einen neuen Jahreshöchstkurs.

    Finanzkrise lässt Dollar steigen

    Im Frühling 2008 war der Dollar so schwach wie noch nie. Ein Dollar entsprach ungefähr einem Schweizer Franken. Nun hat sich die US-Währung überraschend erholt, während der Euro fällt.

    Um die Finanzplätze zu stützen, haben zahlreiche Regierung Rettungspakete beschlossen, die sie mit Dollar finanzieren. Dies lässt den Kurs des «Greenback» derzeit steigen.

    Andererseits haben sich die günstigen Prognosen für den Euro-Raum nicht bewahrheitet. Experten gehen neu davon aus, dass die Wirtschaft im Euro-Raum im nächsten Jahr um 0,3 Prozent schrumpfen wird. Dies belastet die Währung. Der Euro ist so tief gefallen, wie schon lange nicht mehr.

    Sabine Manz

  • PostFinance mit deutlichem Kundenzulauf.

    Geldschwemme bei kleineren Banken

    Während der UBS Milliarden wegfliessen, schwimmen andere Banken fast schon im Geld. Credit Suisse und Banken mit Staatsgarantie erhalten derzeit monatlich zusätzliche Milliardenbeträge von neuen Kunden. Auch Postfinance und Raiffeisen legen kräftig zu.

    Die Geldschwemme bei Kantonalbanken, Postfinance sowie Raiffeisenbanken ist nicht nur ein Segen. Sie schafft auch neuartige Probleme: Die betroffenen Banken wissen bald nicht mehr, wo sie das viele Geld investieren sollen.

    Urs Siegrist

  • Es lohnt sich, beim Kauf eines Geräts den Energieverbrauch zu berücksichtigen.

    Bundesrat macht Ernst mit Stromsparen

    Haushaltapparate und elektronische Geräte, die übermässig viel Strom verbrauchen, sollen rasch vom Markt verschwinden. Der Bundesrat hat die revidierte Energieverordnung in die Vernehmlassung geschickt.

    Ziel sei es, die betreffenden Geräte nach einer Übergangsfrist von maximal drei Jahren aus dem Markt zu nehmen. Gelten sollen die Einschränkungen ab Anfang 2010.

    Damit können innert zehn Jahren rund 300 Millionen Kilowattstunden eingespart werden. Dies entspricht dem gesamten Stromverbrauch des Kantons Uri.

    Weiter will der Bundesrat einen Energieausweis einführen. Dieser soll den Energieverbrauch von Häusern deklarieren und damit für Käufer und Mieter Transparenz schaffen. Der Energieausweis soll zunächst freiwillig sein.

    Philipp Burkhardt

  • Mönche des Berg Athos offenbar in krumme Immobiliendeals verwickelt.

    Unheilige Geschäfte auf Berg Athos

    Mit der heiligen Ruhe in den hermetisch von der Umwelt abgeschirmten Männer-Klöstern auf dem nordgriechischen Berg Athos ist es vorbei. Ein Immobilienskandal zieht immer grössere Kreise.

    Mönche eines Klosters sollen mit der Regierung einen Deal abgeschlossen und sich dabei massiv bereichert haben - auf Kosten des Staates.

    Die 20 Klöster auf dem heiligen Berg Athos sind nur Männern vorbehalten. Frauen, sogar weiblichen Tieren, ist der Zutritt zur autonomen Mönchsrepublik in Griechenland verboten.

    Werner van Gent

  • Stammzellen aus menschlicher Haut

    Wissenschafter arbeiten daran, kranke Zellen im menschlichen Körper durch neue, gesunde ersetzen zu könne. Diabetes und Parkinson wären dann genauso heilbar wie Gewebeschäden nach einem Infarkt.

    Bislang wurden dazu Stammzellen von abgetriebenen Föten benutzt. Nun fanden US- und japanische Forscher kürzlich einen neuen, ethisch weitaus einfacheren Weg, um Ersatzzellen zu gewinnen. Sie wandelten menschliche Hautzellen zurück in Stammzellen um. Diese können dann wiederum zu den benötigten Zelltypen, den sogenannten IPS-Zellen gezüchtet werden.

    Nun ist dem japanischen Wissenschafter Yamanaka noch ein zusätzlicher Coup gelungen. Er hat einen Weg gefunden, bei dem diese IPS-Zellen nicht mehr zu bösartigen Krebszellen entarten.

    Martin Fritz

Moderation: Daniel Schmidt, Redaktion: Marcel Jegge