Das «Nein» der USA löst heftige Reaktionen aus

In den USA schieben sich Republikaner und Demokraten gegenseitig die Schuld für das Nein zum Rettungsplan für die US-Banken zu.

Weltweit reagieren viele Regierungen besorgt und konsterniert auf das Scheitern des Rettungsplanes.

In Europa und Japan stützen die Notenbanken erneut mit Milliarden den Finanzmarkt.

In den USA und Asien reagierten die Börsen mit Kurstürzen. Nicht so in Europa: Zur Mittagszeit sind die Verluste relativ gering.

Beiträge

  • Die europäischen Banken parkten so viel Geld bei der Europäischen Zentralbank wie nie zuvor.

    Krise erfasst auch Europa heftig

    Nach dem Scheitern des US-Rettungspakets für den Finanzmarkt haben sich die Börsen in Europa am Dienstag wieder etwas erholt.  Allerdings mussten weitere Banken mit Staatshilfe gerettet werden.

    Belgien, Frankreich und Luxemburg eilten dem angeschlagenen Immobilienfinanzierer Dexia mit einer Geldspritze von 6,4 Milliarden Euro zu Hilfe.

    Derweil gab die irische Regierung eine Garantie für alle Bank-Einlagen für die nächsten zwei Jahre ab. Das staatliche Engagement betrifft alle sechs grossen Banken des Landes.

    Frage an Urs Siegrist: Geht das nun weiter so?

    Daniel Schmidt

  • Rettungsplan scheiterte an Republikanern

    Das Nein des US-Kongresses zum Rettungsplan fiel überraschend deutlich aus. Ausschlaggebend waren die Republikaner. Aber auch viele Demokraten lehnten das im Volk verhasste Paket ab.

    US-Präsident George W. Bush und Finanzminister Henry Paulson reagierten mit grosser Enttäuschung. Beide forderten, dass so schnell als möglich weitergearbeitet werde.

    Die Präsidentin des Repräsentantenhauses Nancy Pelosi sagte, sie werde sich weiter für eine überparteiliche Lösung zwischen Republikanern und Demokraten einsetzen.

    Die Abgeordneten wollen am Donnerstag wieder zusammenkommen.

    Peter Voegeli aus Washington

  • An der Wallstreet bläst ein scharfer Wind.

    Ärger an der Wallstreet

    Das überraschende Nein des US-Kongresses zum Rettungsplan für die Banken hat die Wallstreet so schnell und tief abstürzen lassen, wie nie zuvor. Dort herrscht grosse Verärgerung über die Politiker.

    An der Wallstreet ging die nackte Angst um. Erste Nachrichten von dem Scheitern des Rettungsprojekts liessen den Dow-Jones-Index zeitweise um 700 Punkte einbrechen.

    Auch wenn der Plan unpopulär war, sahen führende Finanzexperten und Politiker doch keine Alternative zu dem Rettungspaket.

    Die Reaktionen der Banker und Börsianer an der Wallstreet schwankten zwischen demonstrativer Gelassenheit, Hoffnung und vor allem Ärger.

    Beat Soltermann

  • «Keinen Cent für Abzocker an der Wallstreet»

    Die Amerikanerinnen und Amerikaner haben positiv auf das Scheitern des Rettungsplans für die US-Banken reagiert. Sie wollten nicht für Firmen bezahlen, die zu hohe Risiken eingegangen seien, sagen viele.

    Sie können nicht nachvollziehen, warum ihr Steuergeld in den Finanzmarkt fliessen sollte.

    Korrespondent Max Akermann war ganz im Süden der USA, in New Mexico unterwegs, und hat dort mit den Menschen gesprochen.

  • SVP will nicht, dass sich der Bund stärker engagiert bei der Kulturförderung.

    Soll auch der Bund Kultur fördern?

    Der Nationalrat hat mit der Debatte über das neue Gesetz für die Förderung der Kultur begonnen. Einen Nichteintretensantrag der SVP lehnte er ab. 

    Das Kulturförderungsgesetz setzt den im Jahr 2000 in die Bundesverfassung aufgenommenen Kulturartikel um. Die Kultur soll zwar Sache der Kantone und Gemeinden bleiben. Der Bund soll aber die kulturelle Vielfalt der Schweiz stärken, das Kulturangebot fördern und die Kulturschaffenden stützen.

    Dieter Kohler

  • Worte des Monats September

    Die Panik an den weltweiten Finanzmärkten, die Sorgen um das Herz von Bundesrat Hans-Rudolf  Merz und die Aufregung um die Zukunft von Bundesrat Samuel Schmid bestimmten die Schlagzeilen im September.

    Danièle Hubacher

Moderation: Daniel Schmidt, Redaktion: Elisabeth Pestalozzi