Der Fall Tinner und der Fichenskandal

Die mutmasslichen Atomschmuggel-Geschäfte der Schweizer Gebrüder Tinner hätten sehr wahrscheinlich bereits vor 30 Jahren gestoppt werden können. Nach Informationen von Schweizer Radio DRS wurde dies jedoch durch den Fichenskandal verhindert.

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Barack Obama besucht Israel und die Palästinensergebiete: Der zweite Teil seiner Nahost-Reise ist ein Balanceakt für den US-Präsidentschaftskandidaten der Demokraten.

Image-Problem: Rund 23 000 Pfadfinderinnen und Pfadfinder sind im Bundeslager, der Bewegung aber gehen die Mitglieder verloren.

Beiträge

  • der Fichenskandal war die Rettung für die Gebrüder Tinner.

    Tinner-Fiche wurde Nachrichtendienst entzogen

    Der Schweizer Nachrichtendienst hat bereits vor 30 Jahren Hinweise auf mutmassliche Atomschmuggeleien der Familie Tinner erhalten. Wegen dem Fichenskandal wurde ihm die Tinner-Akte aber entzogen.

    Wie über Tausende andere gab es in den 1980er-Jahren auch über die Tinners eine Fiche. Jene Tinners, die heute von sich reden machen, weil sie Atomtechnologie geschmuggelt haben sollen, und weil der Bundesrat einen Teil der Akten aus diesem Fall vernichten liess.

    Die Fichen sind heute aber nicht mehr zugänglich. Wie der Inland-Nachrichtendienst gegenüber Radio DRS bestätigte, wurden sie im Nachgang zum Fichen-Skandal dem Geheimdienst entzogen, und die Tinners hätten fortan als unbescholtene Bürger gegolten.

    Pascal Krauthammer

  • Der israelische Staatspräsident Peres (l.) empfängt Barack Obama.

    Naher Osten hofft auf Obama

    Auf seiner Tour im Nahen Osten hat Barack Obama, der demokratische Bewerber um die Präsidentschaft in den USA, den israelischen Staatspräsidenten Shimon Peres getroffen.

    Obama sagte dabei, er hoffe, sich bald einmal an den Bemühungen beteiligen zu können, im Nahen Osten einen dauerhaften Frieden zu schaffen. Am Nachmittag will Obama Palästinenserpräsident Mahmud Abbas treffen.

    Israel, das ist der enge Verbündete der USA, der auch in Zukunft auf diese spezielle Allianz baut. Die Palästinenser, das sind die Enttäuschten, die das Vertrauen verloren haben in die USA als ehrlichen und neutralen Vermittler. Die Reise ist für Obama daher ein Balanceakt, beiden Seiten gerecht zu werden.

    Iren Meier

  • Proteste gegen John McCain in Kennebunkport, Maine.

    Obama punktet zu Hause mit Nahost-Reise

    Barack Obama gilt als aussenpolitisch unerfahren. Doch bisher hat er auf seiner ersten Auslandreise im US-Wahlkampf noch keinen Fehler gemacht.

    Auf seiner Tour durch den Nahen Osten hat er im Kampf gegen John McCain wichtige Treffer gelandet. Entsprechend nervös reagiert der Präsidentschafts-Kandidat der Republikaner.

    Max Akermann

  • Pfadfinder: «Allzeit bereit!»

    Pfadi kämpft gegen Image-Problem

    Die Pfadi-Bewegung Schweiz leidet unter massivem Mitglieder-Rückgang und hat ein ernsthaftes Image-Problem. Das grosse Bundeslager, das zurzeit stattfindet, soll Abhilfe schaffen.

    Seit Montag nehmen über 23 000 Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus der ganzen Schweiz die Linth-Ebene zwischen Zürichsee und Walensee in Beschlag. Sie sind im Bula - im Bundeslager. Ein Grossereignis, das erstmals seit 14 Jahren wieder stattfindet.

    Sascha Zürcher

  • BBC und Radio Free Europe stellen ihre rumänisch-sprachigen Programme ein.

    Medienfreiheit in Rumänien bezweifelt

    Die britische BBC und das US-finanzierte Radio Free Europe stellen ihre rumänisch-sprachigen Programme ein. Viele Rumänen glauben, die Schliessung komme zu früh, denn die Medienfreiheit sei noch nicht gewährleistet.

    Die beiden Programme garantierten in der Zeit des Kalten Kriegs eine von der kommunistischen Zensur unabhängige Berichterstattung.

    Marc Lehmann

  • Das organisierte Verbrechen in Bulgarien stellt ein ernstes Problem dar.

    EU droht Bulgarien wegen Korruption

    Die EU will Bulgarien Finanzhilfen in Höhe von mehr als 600 Millionen Euro streichen. Damit reagiert sie auf einen Bericht, wonach das Geld dort nach wie vor in dunklen Kanälen verschwindet.

    Korruption und Organisierte Kriminalität sind ein grosses Problem in Bulgarien und Rumänien. Schon mehrmals seit ihrem Beitritt vor anderthalb Jahren hat die EU die beiden Länder aufgefordert, endlich wirksam dagegen vorzugehen.

    Weil Brüssel aber immer noch nicht zufrieden ist, liegen jetzt Sanktionen in der Luft. Ob die EU-Kommission tatsächlich Fördergelder zurückhalten will, wird am Mittwochnachmittag bekannt. Vor allem in Bulgarien muss man sich Sorgen machen.

    Jörg Paas

Moderation: Danièle Hubacher