Deutsche SPD nominiert Schwan für Bundespräsidenten-Wahl

In der deutschen Regierungskoalition ist Feuer im Dach: Nachdem der amtierende Bundespräsident Horst Köhler (CDU) letzte Woche angekündigt hatte, noch einmal für das Amt kandidieren zu wollen, hat nun die SPD Gesine Schwan als Kandidatini nominiert.

Weitere Themen:

Später Streit um die schweizweite Harmonisierung des Schulwesens.

In China nimmt die Gefahr von Dammbrüchen nach neuen Erdbeben immer mehr zu.

Südafrikas Präsident Thabo Mbeki hat endlich öffentlich auf die Gewalt-Übergriffe auf Ausländer reagiert.

Beiträge

  • Gesine Schwan

    Gezänk um deutsches Bundespräsidenten-Amt

    Horst Köhler, aktueller deutscher Bundespräsident und CDU-Mitglied hat angekündigt, sich im nächsten Jahr für eine weitere Amtsperiode zur Wahl zu stellen. Doch die mitregierende SPD will eine eigene Kandidatin für das höchste Staatsamt: die Hochschulprofessorin Gesine Schwan.

    Obwohl Schwan auch über die Parteigrenzen hinweg als integrative Persönlichkeit gilt, empfindet die CDU die Kandidatur als Provokation. Sie befürtchtet das Ende der grossen Koalition und damit der Regierung Merkel.

    Fritz Dinkelmann

  • Das Schulsystem soll schweizweit vereinheitlicht werden.

    Keine Harmonie bei der Schul-Harmonisierung

    Schon vor einigen Monaten hatte die SVP erklärt, gegen die Einführung einer schweizweiten Schul-Harmonisierung kämpfen zu wollen. Nun haben sich CVP und FDP hinter das Konkordat der kantonalen Bildungsdirektoren gestellt.

    Das interkantonale Abkommen will unter dem Stichwort «Harmos» schweizweit das Schulwesen in zentralen Punkten vereinheitlichen: So soll die Schulpflicht ab vier Jahren gelten und in den Primarschulen die Blockzeit eingeführt werden.

    Elmar Plozza

  • Das Problem mit dem Reis auf den Philippinen

    Auf den Philippinen ist Reis das Grundnahrungsmittel schlechthin.

    Doch seit sich der Reispreis auf den internationalen Märkten seit anfang Jahr verdreifacht hat, muss die Regierung in Manila den armen Bevölkerungsschichten verbilligten Reis zum Kauf anbieten, um eine Hungerkatastrophe zu vermeiden.

    Für die Reisbauern auf den Philippinen zahlt sich der hohe Reispreis nicht aus, denn auch die Preise für Dünger, Pestizide und Diesel sind unverhältnismässig gestiegen.

    Massimo Agostinis

  • Von Erdrutschen aufgestaute Flüsse.

    Monsun erschwert Rettungsarbeiten in China

    Die vom Erdbeben erschütterte Provinz Sichuan kommt nicht zur Ruhe: Nachbeben, der einsetzende Monsun-Regen und die bedrohlich aufgestauten Seen und Flüsse erschweren die Rettungsarbeiten und die Versorgung der Millionen von Obdachlosen.

    Peter Achten

  • Späte Reaktion des südafrikanischen Präsidenten

    In den letzten zwei Wochen wurden in Südafrika mindestens 50 Einwanderer getötet, Hunderte verletzt und Zehntausende vertrieben. Nun hat sich Präsident Thabo Mbeki in einer landesweiten Radio- und Fernsehansprache entsetzt zu den Vorkommnissen geäussert.

    Doch für viele Kommentatoren in Südafrika kommt die Reaktion der Regierung zu spät.

    Ruedi Küng

  • Josef Imhof vor einer «Méta-Harmonie» von Jean Tinguely.

    «Tschau Sepp Imhof»

    Einer der wichtigsten Männer des Museum Tinguely in Basel verlässt die Institution: Josef Imhof, seit 1971 Jean Tinguelys Assistent und Mechaniker und nach dem Tod des Künstlers verantwortlich für den Unterhalt der Installationen, geht in Pension.

    Mit der Ausstellung «Tschau Sepp» verabschiedet das Museum den Mann, der Tinguely und sein Werk wie kein zweiter kannte.

    Franziska Baetcke

Moderation: Ivana Pribakovic, Redaktion: Elisabeth Pestalozzi