Deutscher Atomkompromiss wirft Fragen auf

Die deutsche Regierungskoalition beschliesst den Ausstieg aus dem früher beschlossenen Ausstieg aus der Atomenergie. Im Gegenzug sollen erneuerbare Energien gefördert werden. Was ist von diesem Gegengeschäft zu halten?


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Dem öffentlichen Verkehr soll mehr Geld aus der Mineralölsteuer zufliessen. Das fordert die heute eingereichte Initiative «Für den öffentlichen Verkehr».

Das Münchner Landsgericht verurteilt zwei junge Männer zu mehrjährigen Haftstrafen. Sie hatten vor einem Jahr einen Geschäftsmann an einer S-Bahnstation zu Tode geprügelt.

Beiträge

  • Merkels «Revolution» um die Atomkraft

    Deutschland verlängert die Laufzeit seiner 17 Kernkraftwerke um acht bis zwölf Jahre. Der eigentlich beschlossene Ausstieg aus der Atomkraft rückt damit weit in die Zukunft. Kein Wunder, gibt der in der Regierungskoalition erzielte Kompromiss viel zu reden.

    Kanzlerin Angela Merkel spricht von «Revolution», die Opposition droht mit einem «heissen Herbst».

    Casper Selg

  • Die Folgen des deutschen Atom-Kompromiss für die Schweiz

    In Deutschland bleiben die Atomkraftwerke also länger am Netz. Was bedeutet dieser Entscheid für die Schweiz? Bei uns soll in den nächsten Jahren entschieden werden, ob zwei der in die Jahre kommmenden Atomkraftwerke ersetzt werden sollen.

    Klaus Bonanomi

  • Initiative fordert mehr Geld für den öffentlichen Verkehr

    Mehr Geld für den öffentlichen Verkehr, das fordert die Volksinitiative «für den öffentlichen Verkehr», die der Verkehrsclub der Schweiz eingereicht hat.

    Geht es nach den Initianten, soll künftig ein grösserer Anteil der Einkünfte aus der Mineralölsteuer in den ÖV fliessen: nämlich gleich viel wie in den Strassenverkehr.

    Elmar Plozza

  • Harte Strafen für die Münchner S-Bahn-Schläger

    Der Fall löste in Deutschland eine bis heute anhaltende Debatte über Jugendgewalt aus: Im September letzten Jahres bedrohten zwei Jugendliche in der Münchner S-Bahn mehrere Schüler.

    Der 50-jährige Geschäftsmann Dominik Brunner wollte sie schützen und bezahlte sein couragiertes Handeln mit dem Leben. Jetzt hat das Münchner Landgericht die beiden Jugendlichen zu langjährigen Haftstrafen verurteilt.

    Fritz Dinkelmann

  • Das Dilemma der Roma in Frankreich

    Gegen Hunderttausend Personen haben am Wochenende in Frankreich gegen die Ausländerpolitik von Präsident Sarkozy protestiert. Sie werfen dem Präsidenten vor, aus politischen Kalkül bestimmte Volksgruppen wie die Roma an den Pranger zu stellen.

    Trotz der Demonstrationen in mehreren französischen Städten und trotz der internationalen Proteste, die Räumung illegaler Sielungen geht weiter. Und wenn ihre Hütten abgebrochen sind, stehen die Roma nicht nur materiell vor dem Nichts, viele stehen auch vor einem schwierigen rechtlichen Dilemma.

    Ruedi Mäder

  • Räumung von Roma-Siedlungen in Italien ohne Proteste

    Nicht nur in Frankreich fährt die Regierung einen harten Kurs gegen Roma-Einwanderer. Auch Italien hat schon wiederholt mit Ausschaffungen von sich reden gemacht. Heute nun hat die Stadt Rom damit begonnen, 200 illegale Roma-Camps am Stadtrand zu räumen.

    Rund zweieinhalbtausend Roma sind betroffen. Widerstand gegen die Aktion gibt es kaum. Aber ob das Problem damit wirklich gelöst ist, ist mehr als fraglich.

    Massimo Agostinis

Moderation: Daniel Schmidt, Redaktion: Thomas Müller