EU-Gericht anerkennt Homosexualität als Asylgrund

  • Donnerstag, 7. November 2013, 12:30 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Donnerstag, 7. November 2013, 12:30 Uhr, Radio SRF 1, Radio SRF 2 Kultur, Radio SRF Musikwelle und Radio SRF 4 News

Beiträge

  • Homosexualität ist beispielsweise in Russland gesellschaftlich stark tabuisiert Wer deswegen verfolgt wird, hat in der EU Recht auf Asyl. Archivbild.

    EU-Gericht anerkennt Homosexualität als Asylgrund

    Wer homosexuell ist und aus einem Land kommt, in dem die Behörden ihn deswegen verfolgen, hat in der EU das Recht auf Asyl. Das hat der Europäische Gerichtshof heute entschieden. Ein Urteil mit Auswirkungen.

    Urs Bruderer

  • Die Krankenkassen haben die Prämien bisher nur sehr zögerlich angepasst.

    Zocken gewisse Krankenkassen bei Zusatzversicherungen ab?

    Die Finanzmarktaufsicht Finma hat in einer ausserordentlichen Untersuchung die Rechnungen aller Versicherer genau unter die Lupe genommen. Erst nach intensiven Gesprächen mit einzelnen Versicherern kann die Finma heute sagen: Es ist alles rechtens.

    Christian von Burg

  • Der neue Swisscom CEO Urs Schäppi verfolgt die Fragen der Journalisten, anlässlich einer Pressekonferenz am Donnerstag, 7. November 2013, in Zürich. Schäppi ist heute als Nachfolger von Carsten Schloter vorgestellt worden.

    Swisscom-Interimschef Schaeppi übernimmt Konzernleitung

    Urs Schaeppi kann das ad-interim von seiner Visitenkarte streichen. Der Mann, der die Swisscom nach Carsten Schloters Freitod interimistisch führte, bleibt der Mann an der Spitze des grössten Schweizer Telekommunkations-Unternehmens. Wer ist dieser Urs Schaeppi?

    Charles Liebherr

  • Arafat starb im Jahr 2004 in Paris.

    «Mehrheit der Palästinenser geht von einem Mord an Arafat aus»

    Arafat kann nicht über längere Zeit mit Polonium vergiftet worden sein. Aber: In einer untersuchten Reisetasche Arafats fanden sich winzige Poloniumspuren an persönlichen Gegenständen wie Socken oder gebrauchter Unterwäsche.

    Wie kommen diese Erkenntnisse bei den Palästinensern an? Gespräch mit René Wildangel, der für die Heinrich Böll-Stiftung in Ramallah arbeitet.

    Simon Leu

  • Andreas Fischer, Rektor der Universität Zürich, ist überraschend zurückgetreten.

    Universität Zürich kommt im Fall Mörgeli nicht zur Ruhe

    Der Zürcher Uni-Rektor Andreas Fischer ist überraschend zurückgetreten. Allerdings ist damit die ganze Affäre Mörgeli nicht ausgestanden.

    Das zeigen die Reaktionen der beiden Lager in der  Affäre, jenem der entlassenen Professorin Iris Ritzmann, als auch bei der SVP, der Partei von Christoph Mörgeli.

    Curdin Vincenz

  • Teurere Vignette bedeutet mehr Geld für Strassen.

    Welche Interessen stecken in der teureren Vignette?

    Soll die Autobahnvignette neu 100 statt 40 Franken kosten? Darüber stimmt die Schweizer Bevölkerung am 24. November 2013 ab. Der Bund will die teurere Vignette, weil er von den Kantonen rund 400 Kilometer Strassen übernehmen soll.

    Welche verkehrspolitischen Ziele sind mit der Erhöhung verknüpft?

    Géraldine Eicher

  • Seraina Nufer, Juristin bei der Schweizerischen Flüchtlingshilfe

    Homosexualität als Asylgrund?

    Ein Russe kommt in die Schweiz und sagt: «Ich bin schwul und werde deswegen in meiner Heimat verfolgt.» Soll er Asyl bekommen? Eine ähnliche Frage musste heute der Gerichtshof der Europäischen Union in Luxemburg klären.

    Es ging um den Fall von drei Homosexuellen aus Sierra Leone, Uganda und Senegal, die in den Niederlanden Asylanträge gestellt hatten. Der EU-Gerichtshof entschied: Unter bestimmten Voraussetzungen kann Homosexualität ein Asylgrund sein. In der Schweiz kann Homosexualität schon heute ein Asylgrund sein, sagt Seraina Nufer, Juristin bei der Schweizerischen Flüchtlingshilfe, im Tagesgespräch mit Susanne Brunner. Die Haltung sei aber restriktiv: Er oder sie muss glaubhaft machen, wirklich homosexuell zu sein, zudem muss die Rechtssprechung oder Stigmatisierung im Herkunftsland auch tatsächlich eine Bedrohung für die Person darstellen.

    Susanne Brunner

Moderation: Simon Leu, Redaktion: Thomas Zuberbühler