EURO 2008 sorgt für Gebühren-Streit

Wer Übertragungen der EURO 2008 auf Grossleinwand zeigen will, braucht eine kostenpflichtige Lizenz der Uefa. Nun will auch die Suisa Gebühren kassieren.

Weitere Themen:

Politiker fordern in Südafrika den Einsatz der Armee, um die fremdenfeindliche Gewalt zu stoppen.

In Burma beginnt eine dreitägige Staatstrauer für die Opfer des Wirbelsturms Nargis.

Beiträge

  • Spiele im öffentlichen Raum statt im Stadion schauen: Public Viewing in Zürich an der WM 2006.

    Knatsch um Gebühren für EURO-Grossleinwände

    Die Uefa und die Suisa streiten sich darum, wer für das Zeigen der EURO-Fussballspiele welche Gebühren eintreiben darf.

    Gemäss einem Entscheid einer Schiedskommission des Bundes darf die Urheberrechts-Verwertungsgesellschaft Suisa Gebühren für die Ausstrahlung von Fernsehbildern auf kommerziellen Anlässen verlangen. Das passt aber dem Europäischen Fussball-Verband nicht. Er bringt die Sache nun vors Bundesverwaltungsgericht.

    Alexander Sautter

  • Briten erlauben die Herstellung von Chimären

    In Grossbritannien dürfen Forscher künftig Embryonen herstellen, die eine Mischung von Mensch und Tier sind, sogenannte Chimären.

    Das entschied das Unterhaus mit klarer Mehrheit. Die Gegner dieser Forschung sprechen von «Frankenstein-Wissenschaft» und sehen in Grossbritannien einen «Schurkenstaat der Wissenschaft».

    Die Befürworter hingegen sind überzeugt, dass diese Forschung eines Tages zu neuen Therapien mit Stammzellen führen werde.

    Odette Frey

  • Der Mob gegen Flüchtlinge in Südafrika ist kaum zu bremsen.

    Gewaltwelle gegen Einwanderer in Südafrika

    Seit Tagen greifen in Südafrika bewaffnete Banden Einwanderer an. Bislang wurden mehrere Menschen getötet und Dutzende verletzt.

    Viele Ausländer, darunter viele Menschen aus Simbabwe, wurden  verstümmelt, ihre Behausungen angezündet, Geschäfte zerstört, Frauen vergewaltigt.

    Die Polizei hat es bisher nicht geschafft, die Gewalt zu stoppen. Nun fordern prominente Politiker den Einsatz der Armee.

    Ruedi Küng

  • Die dreitägige Staatstrauer in Burma hat begonnen und noch immer warten die Zyklon-Opfer auf Hilfe.

    Dreitägige Staatstrauer in Burma

    18 Tage nach dem verheerenden Wirbelsturm «Nargis» hat in Burma eine dreitägige Staatstrauer für die wohl mehr als 130 000 Todesopfer begonnen.

    An allen Regierungsgebäuden wurden die Flaggen auf halbmast gesetzt. Für die Militär-Regierung ist dies vor allem eine weitere Möglichkeit, die Lage im Land schöner darzustellen, als sie ist.

    Peter Achten

  • Weizen

    Hungerkrise kein Thema in Algerien

    Algerien bleibt bislang von der Hungerkrise verschont. Das Land hat aus schweren Hunger-Aufständen vor 25 Jahren die Lehren gezogen.

    Das nordafrikanische Land hat seine Landwirtschaft damals gezielt wieder aufgebaut. Das Erfolgs-Rezept: Aus Weizen wurde nicht Treibstoff hergestellt.

    Alexander Gschwind

  • 115 000 vom Krieg verfolgte fanden 1945 Zuflucht in der Schweiz.

    Keine Gruppen-Aufnahmen von Flüchtlingen in der Schweiz

    In regelmässigen Abständen wird die Schweiz von der Uno dazu ufgefordert, ganze Gruppen von Flüchtlingen aufzunehmen. Letzmals war das im Mai der Fall.

    Aussenministerin Micheline Calmy-Rey befürwortet solche Gruppen-Aufnahmen. Vorderhand bleibt es in der Schweiz aber beim Prüfen von möglichen Lösungen. Auch die Eidgenössische Kommission für Migrationsfragen will vorerst prüfen, und erst später Druck machen.

    Marcel Jegge

Moderation: Ivana Pribacovic, Redaktion: Christoph Wüthrich