Für mehr Effizienz im Gesundheitswesen

Am 1. Juni äussert sich das Schweizer Stimmvolk über die Vorlage «mehr Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen» ab. Unklar ist, ob der Verfassungsartikel tatsächlich Verbesserungen bringen würde.

Weitere Themen:

Der nach den Abbauplänen bei SBB Cargo aufgenommene Streik im Werk Bellinzona geht weiter.

Der Bundesrat will mit strengeren Vorschriften das EU-Verbot, Speiseabfälle an Schweine zu verfüttern, umgehen.

In Spanien bleiben nach den Parlamentswahlen die Sozialisten mit Ministerpräsident Zapatero an der Macht.

Beiträge

  • Neuer Krankenkassen-Artikel verspricht mehr Effizienz

    «Mehr Qualität und Wirtschaftlichkeit in der Krankenversicherung» verspricht eine Abstimmungsvorlage, über die das Schweizer Stimmvolk am 1. Juni befindet. Bundesrat Couchepin hat die Vorlage vor den Medien präsentiert.

    Das Parlament hatte diese Vorlage als Gegenvorschlag zur SVP-Prämiensenkungs-Initiative ausgehandelt. Unklar ist, ob der Verfassungsartikel tatsächlich Verbesserungen bringen würde.

    Géraldine Eicher

  • In Bellinzona wird weiter gestreikt.

    Streik der Tessiner SBB-Angestellten geht weiter

    Die Angestellten des SBB-Industriewerks in Bellinzona haben an einer Betriebsversammlung beschlossen, weiterzustreiken, bis die SBB ihren Entscheid zurücknimmt, 126 Stellen im Werk abzubauen.

    Die Streikenden werden von Politik und Kirche unterstützt. Der Bischof von Lugano erklärte, nötigenfalls werde in den Pfarreien eine Kollekte durchgeführt zugunsten der Streikenden. Und die Tessiner Regierung will über eine allfällige finanzielle Unterstützung diskutieren.

    Die Führung von SBB Cargo hatte am Freitag ein rigoroses Sparprogramm angekündigt; unter anderem sollen in Zukunft in Bellinzona keine Lokomotiven mehr repariert werden.

    Philippe Erath

  • Der Bundesrat verschärft die Vorschriften zur Produktion von Schweinesuppe.

    Bundesrat will kein Schweinesuppe-Verbot

    Um Tierseuchen zu verhindern, dürfen in der EU seit einiger Zeit keine Küchen- und Speisereste mehr an Schweine verfüttert werden.

    Nun versucht der Bundesrat das Verbot, das wegen der bilateralen Verträge auch für die Schweiz gilt, zu umgehen. Dazu verschärft die Landesregierung die Vorschriften für die Zubereitung der sogenannten Schweinesuppe und hofft, so das drohende EU-Verbot abzuwenden. Klar ist jedoch schon jetzt: Die neuen Vorschriften bedeuten für zahlreiche kleinere Schweizer Schweinesuppen-Kocher das Ende.

    Peter Maurer

  • Wahlgewinner José Louis Rodriguez Zapatero.

    Knapper Sieg für Spaniens Sozialisten

    In Spanien hat sich die sozialistische Regierungspartei von Ministerpräsident Zapatero in der Parlamentswahl behauptet. Damit kann Zapatero seine Politik der gesellschaftlichen Öffnung fortsetzen.

    Der Sieg fiel mit rund vier Prozent Vorsprung auf die Konservativen relativ knapp aus, der Abstand bleibt sich in etwa gleich wie vor vier Jahren. Der alte und neue Ministerpräsident ist aber auch in Zukunft auf Bündnis-Partner angewiesen.

    Alexander Gschwind

  • Denkzettel für Frankreichs Präsident Sarkozy

    In Frankreich haben bei den Gemeindewahlen knapp 50 Prozent der 44 Millionen Stimmberechtigten linke Listen gewählt. Rund 46 Prozent wählten bürgerliche Listen.

    Damit können die oppositionellen Sozialisten nach der ersten Wahlrunde auf die Rückeroberung vieler wichtiger Städte hoffen. Paris wie auch Lyon bleiben in sozialistischer Hand, die rechte Regierung wird abgelöst in Rouen, Caen und Strassbourg. In vielen Städten und Dörfern kommt es in einer Woche zur Stichwahl.

    Der Denkzettel für Präsident Nicolas Sarkozy fiel allerdings nicht so deutlich aus, wie von der Linken erhofft.

    Philipp Scholkmann

  • Kühne + Nagel weiter gewachsen.

    Erfolgreiche Schweizer Transportunternehmen

    Der Schweizer Logistikkonzern Kühne+Nagel hat 2007 seinen Umsatz um 15 Prozent auf 21 Milliarden Franken gesteigert. Der Reingewinn stieg sogar um 16 Prozent auf 530 Millionen.  

    Das Transportunternehmen organisiert den Transport von Gütern durch die ganze Welt: Autoteile, Elektrogeräte, Nahrungsmittel, Kleider; alles wird aufgeladen, über die Weltmeere geschippert oder durch die Luft spediert. Das Geschäft läuft derzeit noch gut. Doch die Weltwirtschaft verliert an Schwung.

    Eveline Kobler

Moderation: Ivana Pribakovic, Redaktion: Klaus Bonnanomi