Historischer Tag für Forschende

Am Cern bei Genf läuft sei 9:33 Uhr der neue Teilchenbeschleuniger. Damit hat die Suche der PhysikerInnen nach dem so genannten «Gottesteilchen» begonnen.

Weitere Themen:

Der Bundesrat unterstüzt die Schweizer Landwirtschaft mit 400 Millionen Franken.

Der Bundesrat übernimmt die alleinige Aufsicht über die Bundesanwaltschaft.

Der niederländische Staat kann wegen des Fehlverhaltens seiner Uno-Blauhelme in Srebrenica nicht verklagt werden.

Beiträge

  • Die Physiker im Kontrollzentrum des Teilchenbeschleunigers LHC.

    Jagd auf Teilchen am Cern gestartet

    Am europäischen Kernforschungszentrum Cern in Genf hat das grösste Experiment der Physik-Geschichte begonnen. Die Forscher haben erste Elementarteilchen auf ihre Reise durch den 27 Kilometer langen Tunnel geschickt.

    Der neue Teilchenbeschleuniger soll den Wissenschaftern Erkenntnisse liefern über den Zustand des Universums kurz nach dem Urknall.

    Zudem hoffen die Verantwortlichen, dass ein neues kleinstes Teilchen nachgewiesen werden kann. Der Nachweis dieses Teilchens, benannt nach dem britischen Physiker Higgs, könnte grundlegende Annahmen der Physik nachträglich bestättigen.

    Patrik Tschudin

  • Bundesrätin Doris Leuthard spricht über eine Agrarabkommen mit der EU.

    Bundesrat will Landwirtschaft schützen

    Der Bundesrat will für eine allfällige weitere Liberalisierung in der Landwirtschaft vorsorgen. So soll ab 2009 jährlich ein Betrag von 400 Millionen Franken zur Seite gelegt werden.

    Damit würden die Bauern unterstützt, wenn die Schweiz und die EU ein Freihandelsabkommen zur Landwirtschaft unterzeichneten, sagte Volkswirtschaftsministerin Doris Leuthard.

    Das Geld würde aber auch dann eingesetzt, wenn die Bauern wegen der WTO-Freihandelsgespräche mit weiteren Einbussen leben müssten. Die Vorschläge der Landesregierung gehen nun in die Vernehmlassung.

    Géraldine Eicher

  • Öl nach Opec-Entscheidung etwas teurer.

    Opec fördert weniger Öl

    Die Organisation erdölexportierender Länder Opec will ab sofort weniger Öl fördern. Nach dem Beschluss ist der Ölpreis bereits wieder leicht gestiegen.

    Laut Opec sollen ab sofort täglich eine halbe Million Fass weniger gefördert werden. Auf dem Markt habe es zuviel Öl, begründet die Organisation ihren Entscheid.

    Die Frage an Rainer Borer: Innert zwei Monaten ist der Ölpreis von fast 150 auf gegen 100 Dollar gefallen. Stoppt die Opec nun diesen Trend, indem sie die eigene Ölförderung zu drosselt?

    Ivana Pribakovic

  • Littering ist in vielen Schweizer Städten zu einer Plage geworden.

    Wer bezahlt für Littering?

    Das Problem des achtlos liegengelassenen Abfalls, des so genannten Litterings, soll gemeinsam angegangen werden. Darin war man sich am Runden Tisch beim Bundesamt für Umwelt einig.

    Mit dabei waren auch Vertreter der Öffentlichen Hand, der Zeitungsverleger und des Detailhandels. Vordringlich sollen die Littering-Probleme bei den Gratiszeitungen und dem Fast-Food-Abfall angegangen werden. Doch die grosse Frage ist, wer das bezahlen soll.

    Peter Maurer

  • Bosnier beklagen den Verlust ihrer Angehörigen.

    Keine Klage gegen Niederlande wegen Srebrenica

    Der niederländische Staat kann nicht verklagt werden, weil seine Blauhelmtruppen im Bosnienkrieg versagt haben. Das hat ein niederländisches Gericht entschieden.

    Zwei Überlebende des Massakers in Srebrenica hatten die Zivilklage gegen die Niederlande eingereicht. Beim schwersten Massaker in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg waren in Srebrenica 1995, unter den Augen niederländischer Blauhelmsoldaten, 8000 Muslime deportiert und später umgebracht worden.

    Die Überlebenden warfen den Uno-Soldaten vor, dass sie Srebrenica nicht ausreichend beschützt hätten und dafür müssten die Niederlande zur Rechenschaft gezogen werden.

    Elsbeth Gugger

  • Unterstützung bietet der Elternnotruf aber auch sogenannten Fremdmeldern an.

    25 Jahre Hilfe für überforderte Eltern

    Für verzweifelte Mütter und Väter gibt es den Elternnotruf. In Zürich ist die erste Telefonberatungsstelle der Schweiz vor 25 Jahren gegründet worden. Heute ist sie trotz grosser Konkurrenz gefragter denn je.

    Es gibt unzählige Institutionen und viele Erziehungsratgeber. Dennoch ist der Elternnotruf nicht überflüssig geworden. Denn es ist die einzige Stelle, die 24 Stunden erreichbar ist. Schliesslich richteten sich die familiären Probleme nicht nach Bürozeiten, so Karin Gerber vom Elternnotruf.

    Sonja Schmidmeister

  • Bundesrätin Widmer-Schlumpf orientiert zum Thema unabhängige Bundesanwaltschaft.

    Bundesrat will Aufsicht über Bundesanwaltschaft

    Der Bundesrat will künftig die Bundesanwaltschaft alleine beaufsichtigen. Damit sollen Unklarheiten und Zuständigkeitskonflikte ausgemerzt werden, so die Landesregierung.

    Neu könnte der Bundesrat der Bundesanwaltschaft generelle Weisungen erteilen. In einzelne Geschäfte dürfte er sich aber nicht einmischen. Damit hält der Bundesrat an einem Modell fest, das von fast allen Parteien und Rechtsexperten kritisiert worden ist.

    Heute wird die Bundesanwaltschaft fachlich vom Bundesstrafgericht in Bellinzona und administrativ vom eidgenössischen Justizdepartement kontrolliert. Das hat in der Praxis aber wiederholt zu Unklarheiten und Konflikten geführt so etwa im Fall des zurückgetretenen Bundesanwalts Valentin Roschacher.

    Philipp Burkhardt

Moderation: Ivana Pribakovic, Redaktion: Klaus Bonanomi