In Iran werden die Wahlzettel nachgezählt

Nachdem der unterlegene Präsidentschaftskandidat Moussavi seinem Gegner und Wahlgewinnter Ahmadinejad Wahlbetrug vorgeworfen hat und damit Huntertausende von Anhänger an Protestversammlungen in den grossen Städten Irans gelockt hat, geht der Wächterrat teilweise auf die Forderungen ein und befiehlt eine Neuauszählung der Wahlzettel.

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Bei der Nachfolgediskussion um den freiwerdenen Bundesratssitz gibt sich die SP - vordergründig - gelassen.

Das Doppelbesteuerungsabkommen mit der USA enthält Sprengstoff.

Die alternative Wohnsiedlung «Christiana» in Kopenhagen steht vor einer ungewissen Zukunft.

Beiträge

  • Lage in Iran angespannt

    Angesichts der anhaltenden Proteste gegen den Wahlausgang in Iran hat sich der Wächterrat bereiterklärt, einen Teil der Stimmen neu auszuzählen.

    Es sollten die Stimmen derjenigen Wahlurnen geprüft werden, die «Gegenstand von Einwänden» seien.

    Nach den Massenprotesten blieb es in der Nacht zwar ruhig. Doch gegen zehn Uhr am Montagabend kletterten hunderttausende Menschen im ganzen Land auf ihre Dächer und zeigten mit Protestrufen abermals ihren Ärger über die umstrittenen Wahlen.

    Ulrich Pick

  • Iraner in der Schweiz machen sich Sorgen

    Der Aufmarsch von hunderttausenden Protestierenden in der Folge der iranischen Präsidentenwahl vom vergangenen Freitag ist die grösste Protest-Welle in Iran seit der Islamischen Revolution vor 30 Jahren.

    Die Ereignisse und Bilder lassen auch Iranerinnen und Iraner in der Schweiz nicht kalt.

    Christine Wanner

  • SP bei Couchepin-Nachfolge nur vordergründig gelassen

    Bei der Frage um die Nachfolge von Bundesrat Pascal Couchepin gibt sich die SP betont lässig. Sie könne dem gegenwärtigen Treiben um mögliche Kandidatinnen und Kandidaten gelassen zusehen, heisst es aus dem Parteipräsidium.

    Doch hinter Kulissen ist auch bei den Sozialdemokraten Nervosität spürbar. Denn wie sich die SP jetzt verhält, dürfte entscheidend sein, wenn es um ihren eigenen, nächsten freien Bundesratssitz geht.

    Pascal Krauthammer

  • Heikle Schweizer Mission in Washington

    Ab heute verhandelt eine Schweizer Delegation in Washington ein neues Doppelbesteuerungsabkommen zwischen der Schweiz und den USA.

    Was auf den ersten Blick sehr technisch daherkommt, enthält Sprengstoff - für das Schweizer Bankgeheimnis und für die Grossbank UBS.

    Denn jetzt ist klar: Die US-Regierung stellt sich hinter die Klage ihrer eigenen Steuerbehörde. Diese verlangt, dass die UBS Daten von 52'000 Kunden herausgeben muss. Das erschwert die Verhandlungen.

    Peter Voegeli

  • Wirtschaft fordert Tempo im Steuerstreit

    Die Schweiz steckt mit den USA mitten in den Verhandlungen über ein neues Doppelbesteuerungs-Abkommen. Ein Vorgang, der die Schweizer Wirtschaft mobilisiert.

    Es geht bei diesem Abkommen nicht nur um den Informationsaustausch bei Steuerdelikten. Geregelt wird in diesem Vertragswerk auch eine ganze Reihe weiterer Punkte, die für Firmen in der Schweiz von Bedeutung sind.

    Beat Soltermann

  • «Christiania» vor dem Aus

    Dänemarks bürgerliche Regierung möchte «Christiania», die alternative Wohnsiedlung in Kopenhagen normalisieren. Damit droht ihr das Aus.

    Vor bald vierzig Jahren besetzten Hippies das Gelände eines ehemaligen Flottenstützpunkts der Marine in der dänischen Hauptstadt und gründeten dort ihren eigenen «Freistaat».

    Inzwischen ist das 34 Hektaren grosse Gebiet zur Heimat von mehreren Tausend Menschen geworden und gehört zu den grossen Sehenswürdigkeiten Kopenhagens.

    Bruno Kaufmann

Moderation: Ivana Pribakovic, Redaktion: Elisabeth Pestalozzi