KOF rechnet mit langer Rezession

Die Krise ist tief und sie dauert lange; das sagen die Konjunkturforscher der ETH Zürich in ihrer Frühjahres-Prognose. Sie rechnen nun mit bis zu 5 Prozent Arbeitslosen in der Schweiz.

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OC Oerlikon kämpft mit einem massiven Nachfrage-Einbruch bei den Textilmaschinen.

Die Spitzen der Schweizerischen Nationalbank erhalten bis zu 26 Prozent mehr Lohn.

Zürich prescht bei der zukünftigen Ausrichtung der Spitzenmedizin vor und investiert weitere 30 Millionen Franken.

Beiträge

  • Konjunkturforscher rechnen mit mehr Arbeitslosen

    Die Wirtschaftskrise wird in der Schweiz Arbeitsplätze vernichten - und zwar vermutlich mehr, als bisher angenommen.

    Die Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) hat ihre Prognose für das kommende Jahr erneut gesenkt und geht nun neu davon aus, dass die Arbeitslosenquote bis auf 5 Prozent klettern könnte.

    Urs Siegrist

  • Aufträge bei OC Oerlikon brechen ein

    Mit der schwierigen Wirtschaftslage hat auch eines der traditionsreichsten Unternehmen der Schweiz zu kämpfen: OC Oerlikon. Das Textilmaschinengeschäft des Konzerns war bereits im vergangenen Jahr eingebrochen.

    Unruhig wurden auch die Banken, die dem Unternehmen hohe Kredite gegeben haben. Nun hat das von Viktor Vekselberg kontrollierte Unternehmen dargelegt, wie die Geschäfte laufen und was von der Zukunft erwartet werden darf.

    Thomas Rüst

  • Mehr Geld für die Nationalbankdirektoren

    Für die Spitzen der Schweizerischen Nationalbank gibt es mehr Lohn. Jean-Pierre Roth, der Präsident des Direktoriums, erhält gut ein Viertel mehr und bezieht nun mehr als eine Million Franken im Jahr.

    Noch deutlicher fällt der Gehaltszuwachs bei seinem Stellvertreter Philipp Hildebrand aus: Er bekommt knapp 30 Prozent mehr, insgesamt rund 990 0000 Franken und damit gleichviel wie das dritte Direktoriumsmitglied Thomas Jordan.

    Weshalb kommt es zu diesen Lohnerhöhungen? Warum erfolgen sie in einer Zeit, in der Firmen und Angestellte um ihre Zukunft bangen und in der auch in der Finanzindustrie Löhne und Boni gekürzt werden?

    Philippe Erath

  • Neue Töne zwischen den USA und Mexiko

    Beim Besuch von US-Aussenministerin Hillary Clinton in Mexiko waren ungewöhnliche Töne zu vernehmen: Der Kampf gegen die allmächtige mexikanische Drogenmafia sei eine gemeinsame Aufgabe, sagte Clinton.

    Sie schob damit die Schuld an der Misere nicht einfach dem südlichen Nachbarland zu. Clinton räumte vielmehr ein, auch die USA trügen eine Mitverantwortung für die Gewalt, die Mexiko und das gemeinsame Grenzgebiet seit Monaten erschüttert.

    Franco Battel

  • Zürich prescht bei Spitzenmedizin vor

    Seit Anfang Jahr sind die Kantone eigentlich verpflichtet, ihre Leistungen im Bereich der Spitzenmedizin zu koordinieren. So sollen Kosten gesenkt und mehr Qualität erreicht werden. Nun aber geht der Kanton Zürich in die Offensive.

    Noch bevor die Karten bei der hochspezialisierten Medizin schweizweit neu gemischt werden, hat der Kanton seine eigene Strategie präsentiert. Zürich will kräftig investieren, um die eigene Position zu stärken.

    Sonja Schmidmeister

  • Kritik am offenen Strafvollzug: Ist sie berechtigt?

    Über das Solothurner Gefängnis Schöngrün waren in den vergangenen Tagen vernichtende Kommentare zu lesen: Sexknast, Drogenknast, Tollhaus, sogar Saustall wurde es genannt.

    Was war geschehen? Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass ein Insasse seit Anfang März im offenen Strafvollzug seine 14-jährige Tochter bei sich verstecken konnte und dass bei einer Razzia Drogen und Mobiltelefone gefunden worden waren.

    Stimmt das Bild von Schöngrün als Knast, wo jeder tun kann, was ihm passt? Liegt das Problem ganz allgemein beim offenen Strafvollzug?

    Eric Send

Moderation: Daniel Schmidt, Redaktion: Mark Livingston