Krise drückt die Weihnachtsstimmung

Die Finanzkrise verunsichert die Menschen in der Schweiz. Auch wenn sie sich konsumfreudig zeigen, nagen Sorgen.

Weitere Themen:

Wirtschaftlich schlechte Zeiten bringen den Kirchen mehr Zulauf.

Banken streichen Kunden mit Maestro-Bank-Karten den Kredit.

In Zug sorgt man sich um seine Briefkasten-Firmen.

Beiträge

  • Berns Menschen sorgen sich um die Zukunft.

    Finanzkrise: Schöne Bescherung

    Unsicherheit und Angst werden nicht gezeigt, doch die Menschen in den Lauben und Gassen Berns sorgen sich am Mittag des Heiligen Abend um ihre Zukunft.

    In der Schweiz sei es üblich, seine Sorgen nicht zu zeigen, meint ein Passant in Bern und fügt an, aber das leere Portmonaie und die Schieflage der Pesionskassen mache Angst. Besonders schlimm sei es, die Arbeit zu verlieren. Denn die Arbeit sei das Leben.

    Peter Maurer

  • Finanzkrise könnte Religiosität steigen lassen

    Die Finanzkrise stimmt die Menschen in der Schweiz nachdenklich. Wirtschaftlich schlechte Zeiten sind für gewöhnlich gute Zeiten für die Kirchen.

    In den letzten Jahren sind zahlreiche Menschen aus den Kirchen ausgetreten. Doch die Finanzkrise verunsichtert die Menschen tief. Bei beiden grossen Landeskirchen kam es zu Wiedereintritten. Von einer Trendwende zu sprechen ist verfrüht.

    Kirche setzt auf Seelsorge

    Für Pfarrer Thomas Wipf, Präsident des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes, ist das Wesentliche, dass die Finanzkrise die Menschen dazu bringt, über die Grundfragen des Lebens nachzudenken.

    Christine Wanner

  • Schluss mit dem Leben auf Pump.

    Keinen Kredit mit der EC-Karte

    Wer sein Konto bei der Raiffeisenbank hat, darf ab 2009 mit der EC-Karte sein Konto nicht mehr überziehen, auch wenn die Bezugslimite nicht ausgeschöpft ist.

    Kundinnen und Kunden der Bank können ab 2009 nur noch soviel Geld beziehen, wie sie effektiv auf ihrem Bankkonto haben, erklärte ein Sprecher der Raiffeisenbankgruppe gegenüber der Sendung «10vor10» des Schweizer Fernsehens.

    Andere Banken ziehen nach
    Auch die Zürcher Kantonalbank will ab 2009 keinen Kredit auf Maestro-Bezüge mehr gewähren.

    Die Crédit Suisse hatte bereits 2004 diese Regelung als erste Bank eingeführt.

    Konsumentenschutz einverstanden Die Stiftung für Konsumentenschutz befürwortete den Entscheid, wünscht aber die Möglichkeit eines einmaligen Limitenüberzugs.

    Philippe Erath

  • Zug bangt um Briefkasten-Firmen

    Im Schweizer Steuer-Paradies Zug könnten Briefkasten-Firmen bald in einen sauren Apfel beissen. Um den Steuerstreit mit der EU zu schlichen, will Finanzminister Hans-Rudolf Merz diese Firmen verbieten.

    Briefkasten-Firmen sind Unternehmen, die keine Arbeitsplätze anbieten, aber bei Kantonen Steuer-Vorteile geniessen.

    Berühmtheit hat der Kanton Zug mit seinen zahlreichen Briefkastenfirmen erlangt. Die

    Ankündigung von Bundesrat Merz, diese Firmen zu verbieten, hat viele Zuger Treuhänder und Anwältinnen aufgeschreckt. Sie könnten lukrative Aufträge verlieren. In der diskreten Branche gibt man sich dennoch betont diskret.

    Marlies Zehnder

  • Gazprom übernimmt 51 Prozent am staatlichen serbischen Erdölkonzern.

    Serbien verkauft Erdölindustrie an Russland

    Der russische Gasmonopolist Gazprom übernimmt 51 Prozent am staatlichen serbischen Erdölkonzern und bezahlt dafür lediglich 400 Millionen Euro. Nach unabhängigen Schätzungen hat dieses Aktienpaket weit mehr Wert.

    Es handle sich um einen Spottpreis, hatte der serbische Wirtschaftsminister vor dem Handel wiederholt kritisiert.

    Serbische Wirtschaftsexperten sehen in dem Verkauf eine politsche Geste Serbiens. Damit wolle sich Serbien bei Russland bedanken für die Unterstützung im Kosovo-Konflikt.

    Walter Müller

  • Am 1. Janaur führt die Slowakei den Euro ein.

    Slowakei zahlt bald mit Euro

    Am 1. Januar 2009 führt die Slowakei als erstes Land des ehemaligen Warschauer Pakts den Euro als Zahlungsmittel ein.

    Noch vor 10 Jahren galt die Slowakei als arm und rückständig. Doch dieses Bild gehört Vergangenheit an. Am 1. Janaur führt die Slowakei den Euro ein und erntet damit die Früchte einer tiefgreifenden Reformpolitik.

    Marc Lehmann

Moderation: Ivana Pribakovic, Redaktion: Marc Livingston