Nach Systemwechsel explodieren Mieten nicht

Der erstmals errechnete hypothekarische Referenzzinssatz für die ganze Schweiz beträgt 3,5 Prozent. Für die meisten Mieter hat der neue Satz keine höheren Mietzinse zur Folge.

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Um IV-Betrüger zu entlarven, benutzen die IV-Stellen seit einem Monat eine umstrittene Checkliste.

Die meisten Firmen wollen trotz ungünstiger Konjunktur-Aussichten keine Arbeitsplätze abbauen.

Kurt Beck will nach seinem Rücktritt als SPD-Vorsitzender Regierungschef in Rheinland-Pfalz bleiben.

Beiträge

  • Neuer Zinssatz für Mieten ändert nichts

    Ab Mittwoch gilt in der Schweiz zur Berechnung der Wohnungsmieten ein neuer, einheitlicher Zinssatz. Für die meisten Mieter ändert sich dadurch nichts.

    Der neue schweizweit geltende Referenzzinssatz wird aufgrund der Daten von allen grösseren Banken erhoben und beträgt 3,5 Prozent. Die meisten Mieten in der Schweiz beruhen bereits auf diesem Satz.

    Lediglich in den Kantonen Bern, Freiburg und Genf sind Mietzinserhöhungen zu erwarten, weil der Satz dort zurzeit etwas niedriger liegt.

    Bisher war für die Wohnungsmieten der Zinssatz der jeweiligen Kantonalbank massgebend. Eine Änderung der Praxis drängte sich aber auf, weil viele Banken verschiedene Zinsmodelle anbieten, und die klassische «variable Hypothek» an Bedeutung verloren hat.

    Philipp Erath

  • IV-Antragsteller werden diskriminiert.

    Diskriminierung: IV unter Verdacht

    Die Schweizerische Invalidenversicherung steht unter dem Verdacht, Ausländer zu diskriminieren. Hintergrund ist eine Checkliste, mit der die IV gegen allfälligen Versicherungsmissbrauch vorgeht.

    Dabei stehen Menschen mit Migrationshintergrund generell unter erhöhtem Missbrauchverdacht. Die interne Checkliste, die Schweizer Radio DRS vorliegt, ist seit dem 1. August in Kraft. Wer auf dieser Liste 20 Punkte erreicht, gilt als mutmasslicher IV-Betrüger.

    Ausländer erhalten jedoch bereits aufgrund ihrer Herkunft automatisch drei Verdachtspunkte. Die Liste stösst auf Kritik.

    Pascal Krauthammer

  • In der Schweiz bleibt die Aussicht auf Beschäftigung recht gut..

    Schweizer Arbeitgeber denken nicht an Stellenabbau

    Auch wenn die meisten Prognosen ein schwächelndes Wirtschaftswachstum signalisieren: In der Schweiz denkt zurzeit anscheinend nur eine kleine Minderheit der Arbeitgeber daran, Stellen abzubauen.

    Das geht aus einer Umfrage des Personaldienstleisters Manpower - dem so genannten Arbeitsmarktbarometer - hervor. Demnach gehen zehn Prozent der Befragten von einer Zunahme beim Personalbestand im kommenden Quartal aus. 84 Prozent erwarten keine Veränderung und nur fünf Prozent prognostizieren einen Rückgang.

    Dagmar Zumstein

  • Beck nennt Vertrauensbruch als Rücktrittsgrund.

    Beck spricht von «bewussten Fehlinformationen»

    Der bisherige Chef der deutschen Sozialdemokraten, Kurt Beck, hat sich zwei Tage nach seinem Rücktritt erstmals zu seiner Entscheidung geäussert. Er machte «bewusste Fehlinformationen» für seinen Schritt verantwortlich.

    Beck sprach ausserdem von einer «bewussten Entscheidung» seinerseits. Er habe diese im Interesse der Partei und aus «Selbstrespekt» getroffen. Er wolle nun seine Aufgaben als Ministerpräsident des Bundeslandes Rheinland-Pfalz bis 2011 weiter wahrnehmen.

    Beck ist der einzige SPD-Ministerpräsident, der ein Bundesland mit absoluter Mehrheit regiert. In den vergangenen Tagen war viel spekuliert worden über die Umstände des Rücktritts. Die Frage an Ursula Hürzeler in Berlin: War es nun ein Putsch?

    Ivana Pribakovic

  • Krebsrisiko in AKW-Nähe wird erforscht

    Eine Studie - beauftragt vom Bundesamt für Gesundheit und von der Krebsliga Schweiz - soll in den kommenden drei Jahren herausfinden, ob Kinder in der Nähe eines Schweizer Atomkraftwerkes einem höheren Krebsrisiko ausgesetzt sind.

    Die Studie soll weiter gehen, als eine deutsche Untersuchung zum gleichen Thema. Diese hatte Ende vergangenen Jahres für Aufsehen, aber auch für Kritik gesorgt.

    Peter Maurer

  • Die Dachverbände der Wirtschaft lehnen die AHV-Initiative der Gewerkschaften vehement ab

    Wirtschaft macht gegen AHV-Initiative mobil

    Die Wirtschaftsverbände wollen nichts von der AHV-Initiative der Gewerkschaften wissen. Eine Senkung des Rentenalters wäre verheerend und würde den Wirtschaftsstandort Schweiz gefährden, mahnen sie.

    Die Wirtschaftsverbände warnen vor Kosten von 1,5 Milliarden Franken, einen Verlust von 150 000 Arbeitskräften und eine faktische Senkung des Rentenalters auf 62.

    Dem Komitee «Wirtschaft gegen Rentenalter 62» gehören der Gewerbeverband, der Arbeitgeberverband und das Westschweizer Centre Patronal an. Über die Initiative der Gewerkschaften wird am 30. November abgestimmt.

    Dominik Meier

Moderation: Ivana Pribakovic, Redaktion: Klaus Bonanomi