Nationalbank zieht erste Bilanz ihrer Krisen-Geldpolitik

Im Kampf gegen die Wirtschaftskrise hat die Schweizerische Nationalbank (SNB) zu umstrittenen Massnahmen gegriffen. Unter anderem hat sie gezielt den Wert des Franken nach unten gedrückt. Nun zieht die SNB eine erste Zwischenbilanz.

Weitere Themen

Obamas Umbau der Finanzmarkt-Aufsicht stösst auf Kritik.

Der Finanzplatz Singapur profitiert vom Druck auf die Steueroasen.

Was bringt das dritte Konjunkturpaket einem Direktbetroffenen konkret?

Beiträge

  • SNB gibt keine Entwarnung

    Die Nationalbank SNB hält die Geldschleusen weit geöffnet, um die Wirtschaft in der Rezession mit Geld zu versorgen. Zwar sehen die Währungshüter erste Anzeichen einer leichten Erholung, die Unsicherheiten sind aber noch immens.

    Wegen der Finanzkrise griff die SNB auch zu Massnahmen, die im Ausland nicht unumstritten sind: Unter anderem hat sie ganz gezielt den Wert des Frankens nach unten gedrückt. In einer ersten Bilanz nach drei Monaten kommt die SNB nun zum Schluss, dass die ungewohnten Mittel zwar wirken, das Problem aber noch nicht gelöst ist.

    Barbara Widmer

  • USA wollen Führungsrolle in der Finanzwirtschaft behalten

    US-Präsident Barack Obama hat am Mittwoch die «umfassendste Reform der Finanzmärkte seit der Weltwirtschaftskrise in den Dreissiger Jahren» angekündigt. Mit einer stärkeren staatlichen Kontrolle will die US-Regierung künftig Exzesse in der Finanzwelt verhindern.

    Dabei soll die US-Notenbank eine zentrale Rolle spielen als eine Art Oberaufsicht für Banken und Märkte.

    Ivana Pribakovic / Markus Mugglin

  • Bankenplatz Singapur im Aufwind

    Der Druck auf schweizerische Bankgeheimnis führt dazu, dass viele Kunden ihre Vermögen abziehen. Davon profitiert der Finanzplatz Singapur.

    Zwar hat sich auch der südostasiatische Stadtstaat zur Übernahme der OECD-Richtlinien verpflichtet. Aber der Druck auf das Bankgeheimnis scheint dort weitaus geringer.

    Fredy Gsteiger

  • Entscheidend beim 3. Konjunkturpaket ist die Umsetzung

    Beim am Mittwoch vom Bundesrat präsentierten dritten Konjunkturpaket ist eine Reihe von Fragen noch unbeantwortet: Wie genau sollen die 400 Millionen Franken gegen die Arbeitslosigkeit eingesetzt werden? Wird das Geld überhaupt bei den Betroffenen ankommen?

    Manuel Rentsch

  • Neapolitaner gleichgültig gegenüber Camorra?

    Erst jetzt aufgetauchte Aufnahmen einer Überwachungskamera zeigen, wie vor zwei Wochen in Neapel bei einer Schiesserei der Camorra ein unbeteiligter Rumäne angeschossen wurde und verblutete, ohne dass ihm die Passanten halfen.

    Für einen ebenfalls angeschossenen einheimischen Knaben dagegen wurde eine Ambulanz gerufen. Ist das Rassismus? Oder Gleichgültigkeit aus Angst vor der Camorra?

    Massimo Agostinis

  • Privatschulen immer beliebter

    In Genf besuchen 14 Prozent der Schülerinnen und Schüler eine Privatschule. So viel wie nirgends sonst in der Schweiz. Nun fordern die Privatschulen staatliche Unterstützung.

    Unter anderem möchten sie vom Kanton günstiges Land, um weiter wachsen zu können. 12'000 Schülerinnen und Schüler besuchen eine der 43 Genfer Privatschulen.

    Patrick Mülhauser

Moderation: Ivana Pribakovic, Redaktion: Elisabeth Pestalozzi