Obama will Wahlversprechen wahr machen

In den USA hat der neue Präsident Barack Obama noch während der Feierlichkeiten zu seiner Vereidigung die Amtsgeschäfte aufgenommen. Er macht einen ersten Schritt, um das Gefangenenlager auf Guantánamo zu schliessen.

Weitere Themen:

In der Schweiz sollen wieder so genannte Kontingentsflüchtlinge aufgenommen werden.

In Davos wird das Weltwirtschaftsforum WEF ganz im Zeichen der Finanzkrise stehen.

In Island protestieren hunderte Menschen gegen die politische Führung.

Beiträge

  • Guantanamo soll geschlossen werden.

    Obama will Guantánamo schliessen

    US-Präsident Barack Obama hat erste Schritte eingeleitet, um das umstrittene Gefangenenlager Guantánamo auf Kuba schliessen zu können. Damit löst Obama ein Wahlversprechen ein.

    Das Verteidigungsministerium hat beantragt, alle Verfahren in Guantánamo für 120 Tage auszusetzen. In dieser Zeit soll die neue Obama-Regierung die Rechtmässigkeit der Verfahren prüfen.

    Das forsche Tempo, mit dem Obama das Guantánamo-Dossier anpackt, überrascht. Frage an US-Korrespondent Max Akermann: Was für ein Signal will Obama damit setzen?

    Curdin Vinzenz

  • Die Uno fordert die Schweiz auf, Kontingents-Flüchtlinge aufzunehmen.

    Schweiz soll Flüchtlingsgruppen aufnehmen

    Die Uno will Menschen gruppenweise Asyl im Westen vermittlen. Seit Jahren fordert die Uno auch die Schweiz auf, wieder Kontingents-Flüchtlinge aufnehmen. Bisher ohne Erfolg.

    Flüchtlinge, die in der Schweiz einen Asyl-Antrag stellen, haben oft eine beschwerliche und gefährliche Flucht hinter sich. Nur ein kleiner Teil der Flüchtlinge aus der Dritten Welt schafft es, in den Westen zu gelangen. Millionen von ihnen stranden in Flüchtlingslagern, zum Beispiel in Syrien oder in Afrika.

    Um die Lebensbedingungen dieser Menschen zu verbessern, fordert die Uno die Schweiz und andere westliche Länder auf, Kontingents-Flüchtlinge aufzunehmen. Und macht neue Vorschläge,

    Dominik Meier

  • Soziale Unzufriedenheit in Island

    In Island wächst die Unzufriedenheit der Menschen als Folge der Finanzkrise. Tausende Menschen haben in der Nacht das Parlament in Reykjavik belagert.

    Die Polizei konnte etwa 1000 Protestierende erst am frühen Morgen unter Einsatz von Tränengas zum Rückzug bewegen. Mehr als 2000 Menschen hatten sich Stunden zuvor vor dem Parlamentsgebäude zur Eröffnung des Parlamentsjahres eingefunden.

    Es war die bisher grösste Protestkundgebung auf Island seit den Protesten gegen den Nato-Beitritt 1949.

    Im Oktober verstaatlichte die Regierung sämtliche Grossbanken des Landes, um die Finanzlage zu stabiisieren. Doch weder diese Massnahme noch Milliardenkredite des Internationalen Währungsfonds konnten verhindern, dass eines des reichsten Länder der Welt praktisch pleite ging.

    Bruno Kaufmann

  • 39. WEF mit hochkarätiger Teilnehmerliste.

    WEF mit viel Prominenz

    Die Teilnehmerliste für das diesjährige Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos ist beispiellos in der Geschichte des Meetings: Mehr als 40 Staats- und Regierungschefs sowie mehr als 1400 Führungspersönlichkeiten aus der Wirtschaft werden erwartet.

    Das WEF-Treffen soll sich nicht nur auf die Bewältigung der momentanen Wirtschaftskrise konzentrieren, sondern auch Ziele für die Zeit nach der Krise festlegen, wie die Veranstalter mitteilten.

    Die Themen bewegen sich dabei von der Wirtschaftsreform bis zum Klimawandel.

    Markus Mugglin

  • Neue Ära in der Dopingbekämpfung

    Mit der Einführung eines so genannten biologischen Passes für Athletinnen und Athleten könnten das mühsame Aufspüren immer neuer illegaler Substanzen ein Ende haben.

    Sobald im biologischen Pass einer Athletin oder eines Athleten Werte von der Norm abweichen, gilt die Person als gedopt. Dabei muss nicht mehr nachgewiesen werden, welche verbotene Substanz eingenommen hat.

    Die Sportverbände haben erste Erfahrungen mit dem biologischen Pass gesammelt. Doch zu einer Doping-Verurteilung aufgrund des biologischen Passes ist es bisher nicht gekommen.

    Barbara Colpi

Moderation: Curdin Vincenz, Redaktion: Elisabeth Pestalozzi