Offene Fragen nach Militär-Unfall

Drei Menschen starben beim Militär-Unfall auf der Kander, zwei Armeeangehörige werden immer noch vermisst. Zum Hergang des Unfalls und zum Grund der gefährlichen Bootsfahrt sind zahlreiche Fragen offen.

Weitere Themen:

Irland stimmt über den EU-Vertrag ab.

Mario Corti, der letzte Chef der Swissair, steht erneut vor Gericht.

Die Armee soll künftig bei Grossanlässen wie der EURO 2008 nicht mehr zu Einsatz kommen.

Beiträge

  • Eines der Boote, die in den Unfall verwickelt waren.

    Zwei Armee-Angehörige immer noch vermisst

    Nach dem Armee-Bootsunglück auf der Kander werden immmer noch zwei Personen vermisst. Die Chance, sie noch lebend zu bergen, ist äusserst gering. Die Armee rechnet deshalb mit insgesamt fünf Todesopfern.

    Zur Unglücksursache und zum Hergang gab es an der Medienkonferenz der Armee in Spiez keine neuen Informationen. Nach wie vor bleiben zahlreiche Fragen offen.

    So macht die Armee insbesondere keine Angaben dazu, ob die Unglücksboote überhaupt für eine solche Fahrt geeignet gewesen seien. Die Boote würden normalerweise für Seeüberquerungen, Flusserkundungen und Verschiebungen gebraucht, heiss es.  Ebenfalls offen bleibt, ob auf den beiden verunglückten Booten jemand über Riverrafting-Erfahrung verfügte. Weiter unklar ist auch, ob das Militär auf der Kander bereits ähnliche Fahrten unternommen hat. Vom Unglück betroffen sind nach Armeeangaben Offiziere und Unteroffiziere. Sie gehörten einer Lufttransport Sicherungskompanie an.

    Oliver Washington

  • Militär-Unfall: Umstrittene Teambildungs-Übung

    Die verunglückten Armee-Angehörigen hätten bei einer Teambildungs-Übung mitgemacht, wurde gesagt. Da stellt sich die Frage, was Teambildung überhaupt bedeutet und wieviel Risiko für eine solche Übung in Kauf genommen werden darf oder muss.

    Monika Zumbrunn

  • EU-Vertrag: Zeichen in Irland stehen auf «Nein»

    Erste Ergebnisse der Volksabstimmung in Irland deuten auf eine Ablehnung des EU-Vertrags von Lissabon hin. Laut Wahlbeobachtern überwiegen in fünf Wahlbezirken in Dublin die Nein-Stimmen.

    Von dem Referendum hängt die politische Zukunft der Europäischen Union ab, denn der Vertrag kann nur bei Zustimmung aller 27 Mitgliedstaaten in Kraft treten. Der Reformvertrag soll die Verfassung ersetzen, die 2005 bei Referenden in Frankreich und den Niederlanden durchgefallen war. Das Nein der irischen Wähler wäre ein schwerer Rückschlag für die EU.

    Die Frage an DRS-Korrespondent Martin Alioth: Was können Sie zum Stand der Auszählung im Moment sagen?

    Daniel Schmidt

  • Mario Corti stellt sich den Medien.

    Swissair: Berufungsprozess gegen Corti

    In Anwesenheit von Mario Corti, dem letzten Chef der Swissair, hat vor dem Zürcher Obergericht die Berufungsverhandlung im Fall Swissair begonnen.

    Im Fokus stehen nur die beiden Anklagepunkte Milliardenkredit sowie Gläubigerschädigung bei der Restrukturierung der SAirLines. Corti muss sich als einziger einer Berufungsverhandlung stellen.

    Der inzwischen 62-jährige Corti war im Strafprozess zum Untergang der Swissair am 7. Juni 2007 zusammen mit 18 Mitangeklagten vom Bezirksgericht Bülach freigesprochen worden.

    Gegen den Freispruch für Corti in zwei Punkten des ganzen Swissair-Komplexes hatten der Kanton Neuenburg sowie der belgische Staat und zwei vom belgischen Staat kontrollierten Firmen Berufung eingelegt.

    Beat Soltermann

  • SP fordert mehr Polizei

    Die SP will die Polizeikorps um 1500 Mann aufstocken, um den Ausfall der Armee bei Grossevents wie dem Lauberhorn-Rennen wettzumachen.

    Dieser Vorschlag kommt nach den Beratungen zur Militärgesetzrevision im Nationalrat. In der Grossen Kammer hatte eine unheilige Allianz aus Linker und SVP durchgesetzt, dass die Armee künftig nicht mehr für solche Assistenzdienste eingesetzt werden darf.

    Pascal Krauthammer

  • Wasser-Sensibilisierung in Spanien

    In der nordspanischen Industriestadt Saragossa eröffnet König Juan Carlos am Samstag eine internationale Ausstellung unter dem Motto «Wasser als Element nachhaltiger Entwicklung».

    Ein hochaktuelles Thema in einer Gegend, die bis vor wenigen Monaten unter einer Jahrhundert-Dürre litt und in einem Land, das mit seinen spärlichen Wasser-Vorräten oft fahrlässig umgeht. Sechs Millionen Besucher soll die Ausstellung bis Mitte September anlocken, für die sich Saragossa entsprechend herausgeputzt hat.

    Alexander Gschwind

  • Kleine grosse EURO-Helden: Chinesische Flaggen-Kleber

    Die EURO 2008 zieht nicht nur Fans und Schaulustige an, viele arbeiten auch im Rahmen des Fussballfests. So etwa zwei Chinesen, die in Genf an einem Stand sogenannte Backen-Flaggen anbieten und damit ihre Ferienkasse aufbessern.

    Patrick Mühlhauser

Moderation: Daniel Schmidt, Redaktion: Mark Livingston