Ospel tritt nach Milliarden-Verlust bei UBS zurück

Die UBS verliert in den ersten drei Monaten des Jahres weitere 12 Milliarden Franken; insgesamt hat die Schweizer Grossbank auf dem US-Hypothekenmarkt nun an die 40 Milliarden verspielt. Als Folge räumt Verwaltungsrats-Präsident Marcel Ospel nun seinen Sessel.

Weitere Themen:

UBS-Konzernchef Marcel Rohner versucht die Grossbank wieder auf festen Grund zu führen.

Die Verantwortlichen der Eidgenössischen Bankenkommission EBK begrüssen den Rücktritt von Marcel Ospel.

Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf wird bedroht und deshalb nicht wie geplant am Zürcher Sechseläuten teilnehmen.

Beiträge

  • Auch New Hampshire klagt gegen UBS.

    UBS versucht Befreiung aus der Krise

    Mit einem weiteren Abschreiber von 19 Milliarden Franken, einer neuen Kapitalerhöhung von 15 Milliarden Franken und dem Abgang von UBS-Präsident Marcel Ospel versucht die Grossbank UBS den Befreiungsschlag aus der Krise.

    Die Börse jubiliert. Die Aufsichtsbehörde begrüsst das Ausscheiden Ospels. Allerdings bedeutet die Krise der UBS eine Milliarde Franken weniger Steuereinnahmen, wie Finanzminister Hans-Rudolf Merz berechnet hat.

    Daniel Schmidt

  • Marcel Ospel: Eine einmalige Karriere

    Die UBS steckt tiefer in der US-Hypothekenkrise als bisher angenommen. Nachdem sie weitere Milliarden-Abschreiber vornehmen muss, verlässt Marcel Ospel, Präsident des Verwaltungsrats der UBS, die Grossbank.

    Ospel, der Banker, der ohne Kompromisse maximale Rendite anstrebte? Ospel, der Banker, der es vom Tellerwäscher an die Spitze der grössten Schweizer Bank schaffte? Ein Porträt.

    Charles Liebherr

  • Bankenkommission begrüsst Ospels Abgang

    Die Verantwortlichen der Eidgenössischen Bankenkommission (EBK) begrüssen den Rücktritt von UBS-Verwaltungsrats-Präsident Marcel Ospel ausdrücklich.

    Die personelle Konsequenz aus der aktuellen Krise zu ziehen, bilde neues Vertrauen, sagte EBK-Präsident Eugen Haltiner an der Jahresmedienkonferenz der Bankenkommission.

    Sabine Manz

  • Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf.

    Bundesrätin Widmer-Schlumpf wird bedroht

    SVP-Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf ist unter Druck: Der Magistratin droht nicht nur der Ausschluss aus ihrer Partei, sie wird auch bedroht.

    Wegen dieser Drohungen nimmt Eveline Widmer-Schlumpf nun doch nicht am Zürcher Sechseläuten-Umzug teil. Sie hat ihre Teilnahme am 14. April abgesagt.

    Peter Maurer

Moderation: Daniel Schmidt, Redaktion: Elisabeth Pestalozzi