Pakistans Präsident Musharraf gibt auf

Der pakistanische Präsident Pervez Musharraf hat seinen Rücktritt angekündigt und ist damit einem Amtsenthebungsverfahren zuvorgekommen.

Weitere Themen:

In Bern wurde das Haus der Kantone offiziell eröffnet.

In Bellinzona hat der Prozess um den Handel mit 1,5 Tonnen Heroin begonnen.

China geschockt: Hürdensprinter Liu Xiang musste im Vorlauf verletzt aufgeben.

Beiträge

  • Fernsehansprache von Pakistans Noch-Präsidenten Musharraf.

    Musharraf tritt ab

    Pakistans Präsident Pervez Musharraf will zurücktreten. Das kündigte er in einer TV-Ansprache an. Damit kommt Musharraf einem Amtsenthebungsverfahren durch seine Gegner zuvor.

    Musharraf liess offen, wann er den Rücktritt formal vollziehen werde. Zum Rücktritt habe er sich entschlossen, um Pakistan vor einer tiefen innenpolitischen Krise zu bewahren. In der Ansprache verteidigte Musharraf zudem seine Politik während der vergangenen fast neun Jahre an der Macht. Vor allem wirtschaftlich habe das Land in dieser Zeit erhebliche Fortschritte gemacht. Er habe immer im Interesse des Landes gehandelt, sagte Musharraf.

  • Im «Haus der Kantone» werden verschiedene interkantonale Gremien unter einem Dach vereint.

    «Haus der Kantone» in Bern eröffnet

    Die interkantonalen Organisationen sind neu unter einem Dach vereint: Sie sitzen künftig im neu eröffneten «Haus der Kantone» in Bern, das die Zusammenarbeit untereinander und mit dem Bund verbessern soll.

    Das neue Gebäude soll den Kantonen in der Bundespolitik auch zu mehr Sichtbarkeit verhelfen. Unweit vom Bundeshaus in Bern wurde das Haus nun seinen neuen Besitzern übergeben.

    Fredy Gasser

  • Aussenansicht des Bundesstrafgerichts in Bellinzona.

    Heroin-Handel in grossem Stil vor Gericht

    Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen ist vor dem Bundesstrafgericht in Bellinzona einer der grössten Prozesse um Drogenhandel und organisierte Kriminalität eröffnet worden. Angeklagt sind ein 69-jähriger Mann und seine beiden Söhne.

    Innerhalb von wenigen Jahren sollen die aus Kosovo stammenden Männer rund 1,5 Tonnen Heroin aus der Türkei via Balkan nach Italien, Deutschland und auch in die Schweiz gebracht haben.

    Hauptangeklagter ist der ältere der beiden Söhne. Die Bundesanwaltschaft wirft dem 42-Jährigen vor, für den Vertrieb des Heroins auf dem europäischen Markt zuständig gewesen zu sein. Er ist der Zugehörigkeit zu einer kriminellen Organisation, Verstössen gegen das Betäubungsmittelgesetz, der Finanzierung des Drogenhandels sowie der Geldwäscherei angeklagt.

    Alexander Grass

  • Wer nicht fragt, bekommt automatisch auch Windstrom geliefert.

    Ungewöhnliche Allianzen der Landschaftsschützer

    Was vor den Küsten Dänemarks oder Grossbritanniens bereits zum Landschaftsbild gehört, hat hierzulande noch Seltenheitswert: Grosse Windräder, die Strom produzieren. Dies dürfte sich ab dem kommenden Jahr ändern.

    Dann wird Windkraft finanziell gefördert. Landschaftsschützer sehen dem mit gemischten Gefühlen entgegen, sie fürchten eine Verschandelung der Schweiz. Die «Stiftung Landschaftschutz» geht nun in die Offensive: Sie hat ein Grundsatzpapier, wie die Windkraft im Einklang mit der Landschaft betrieben werden könnte.

    Überraschend: Die Landschaftsschützer gehen dafür eine ungewöhnliche Allianz ein: mit der grössten Betreiberin von Windparks in der Schweiz, den bernischen Kraftwerken BWK.

    Philippe Erath

  • Schulbeginn in Bern.

    Umstrittenes «HarmoS» soll Bildung vereinheitlichen

    Die Bildungspolitik in der Schweiz steht vor grossen Neuerungen. Eine der grössten trägt den Namen «HarmoS» und soll das Schulsystem der Kantone vereinheitlichen.

    So sollen Kinder früher eingeschult, Sonderklassen abgeschafft und die Schulpflicht ausgedehnt werden. Diese Änderungen sind umstritten. Kaum diskutiert wird erstaunlicherweise über das eigentliche Kernstück der Revision: die Vereinheitlichung der Lehrpläne.

    Geraldine Eicher

  • Musste verletzt aufgeben: Hürdenläufer Liu Xiang.

    Chinas Superstar muss verletzt aufgeben

    Schwarzer Tag für die Gastgeber der Olympischen Spiele: Der grösste Star der Chinesen, der 110-Meter-Hürdenläufer Liu Xiang, musste im Vorlauf verletzt aufgeben. Ganz China hatte mit seinem Sieg gerechnet.

    Ueli Reist

  • Schweizer Triathletinnen gut, aber nicht gut genug

    Für die Schweiz gab es heute morgen keine weiteren Medaillen. Bei den Triathletinnen lief es zwar gut, für einen Platz auf dem Treppchen reichte es aber nicht. Als beste schnitt Nicola Spirig auf Rang 6 ab. Auf Medaillen darf man bei den Reitern hoffen.

    Reto Held

Moderation: Ivana Pribakovic, Redaktion: Christoph Wüthrich