Rekordpreise für Grundnahrungsmittel

Die Preise für Reis, Weizen, Mais und Soja stehen auf Rekordhöhe. Die Weltbank und der nternationale Währungsfonds sind auch mitverantwortlich für diese Ernährungskrise.

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Pünktlich zur EURO 2008 lanciert die Swisscom ein neues Verbreitungs-Netz für Mobil-TV.

Der ehemalige US-Präsident Jimmy Carter trifft sich mit Vertretern der islamistischen Hamas.

In der Schweiz ist ein wertvolles Bild von Ferdinand Hodler gestohlen worden.

Beiträge

  • Sinkende Lagerbestände für Reis haben die Spekulation auf dem Weltmarkt angeheizt.

    Spekulanten sind mit schuld an der Hungersnot

    Der Preis für Reis steht zurzeit auf einer Rekordhöhe. Nachfrage und Spekulation haben ihn allein in der letzen Woche um 11 Prozent in die Höhe getrieben. Millionen Menschen müssen sich neu vor Hunger fürchten.

    Als Grund für die extrem gestiegenen Preise wurde in letzter Zeit immer wieder die Produktion von Agrodiesel aus Getreide genannt; auch der wachsende Wohlstand in China und Indien.

    Aber ebenso wichtig, wenn nicht noch wichtiger, ist die Spekulation. Seit das Immobiliengeschäft in den USA zusammengebrochen ist, verschieben Investoren ihr Geld auf den Rohstoffmarkt und setzen dort auf steigende Preise.

    Manuel Rentsch

  • Das Gemaelde "Kahle Kastanienbaeume im Tessin" des Schweizer Malers Ferdinand Hodler

    Bild von Hodler gestohlen

    Das Bild «Landschaft im Tessin» von Ferdinand Hodler wurde vor zwei Jahren aus einer Privatsammlung gestohlen. Das hat das Kunstmuseum Bern bestätigt.

    Das Gemälde hätte an der derzeitigen Hodler-Ausstellung in Bern gezeigt werden sollen, wurde aber schon 2006 im Grossraum Zürich gestohlen. Es handle sich um einen «singulären Fall», der mit den Sicherheitseinrichtungen des Museums nichts zu tun habe, sagte Museums-Direktor Matthias Frehner.

    Das Bild, das kahle Kastanienbäume zeigt, entstand 1893 und ist heute rund 1,1 Millionen Franken wert.

    Sabine Gorgé

  • Swisscom erweitert TV-Angebot für Handys rechtzeitig zur EURO 2008.

    Swisscom bringt TV aufs Handy

    Die Swisscom lanciert pünktlich zur EURO 2008 ein neues Verbreitungsnetz für mobiles Fernsehen. Es soll auch den Anstrum von Massen aushalten.

    Als einer der weltweit ersten Anbieter bringt Swisscom ihr Internet-TV-Angebot aufs Handy.

    Für 16 Franken pro Monat oder zwei Franken pro Tag können vom kommenden 13. Mai an 20 Fernsehsender in bester Qualität über Mobiltelefone empfangen werden.

    Vorerst ist der Empfang auf die Agglomerationen Basel, Bern, Genf, Lausanne und Zürich beschränkt.

    Charles Liebherr

  • Viele Menschen haben kaum noch zu essen.

    Hungersnot auch eine Folge der Finanzkrise

    Auf dem weltweiten Getreidemarkt sind in letzter Zeit Milliarden verschoben worden. Die Konsequenzen sind explodierende Lebensmittelpreise und Millionen von Menschen, die sich das Essen nicht mehr leisten können.

    Die weltweite Spekulation mit Agrarrohstoffen wurde unter anderem auch durch die erhöhte Produktion von Bio-Treibstoffen und durch die internationale Finanzkrise ausgelöst.

    Frage an Markus Mugglin: Ist die drohende Hungersnot eine Folge der Finanzkrise?

    Daniel Schmidt

  • Jimmy Carter auf umstrittener Nahost-Reise.

    Carter wieder für Frieden unterwegs

    Der ehemalige US-Präsident Jimmy Carter trifft den Exil-Chef der palästinensischen Hamas-Bewegung. Das stösst Israel und den USA sauer auf.

    Beide Länder haben die Hamas, die den Gaza-Streifen kontrolliert, als Terrororganisation eingestuft und bisher einen Dialog verweigert.

    Carter führte dagegen an, dass der Ausschluss der Islamisten von Friedensverhandlungen kontraproduktiv sei und sagte, er wolle die Ansichten der Gruppe kennenlernen. In Damaskus wird er nun Hamas-Chef Chaled Maschaal treffen.

    Carter ist der einzige, der in seiner Amtszeit einen Frieden im Nahen Osten vermitteln konnte, den zwischen Aegypten und Israel 1979.

    Nahost-Korrespondentin Iren Meier

  • Wohnblock «Le Lignon» in Vernier.

    Genfer Betonmonster wird geschützt

    Der Kanton Genf will den berüchtigten Wohnblock «Le Lignon» in Vernier unter Schutz stellen. Früher galt er als Schandfleck, heute als wichtiges Baudenkmal der 1960er-Jahre.

    Wie eine Festung steht dieser über ein Kilometer lange, verwinkelte Wohnblock mit zwei markanten Türmen mitten in grüner Landschaft. Schützen will es der Kanton Genf, weil es architektonisch in Europa einzigartig sei.

    Patrick Mülhauser

Moderation: Daniel Schmidt, Redaktion: Mark Livingston