SVP steht vor heikler Wahl

Die SVP steht vor eine schwierigen Entscheidung: Soll sie mit einem oder mit zwei Kandidaten an den Start für die Nachfolge von Samuel Schmid?

Weitere Themen:

Am G-20-Weltfinanzgipfel in Washington soll der Startschuss für eine grosse Reform der Finanzordnung gegeben werden.

Die österreichische Fluggesellschaft Austrian Airlines AUA wird an die Lufthansa verkauft.

Segolène Royal drängt an die Parteispitze und spaltet damit die französischen Sozialisten.

Beiträge

  • Parteipräsident Toni Brunner hat ein schwieriges Problem zu lösen.

    Zweierticket kann SVP nicht helfen

    Bei der Suche nach einem Kandidaten für die Nachfolge von Bundesrat Samuel Schmid steht die SVP vor der Frage, ob sie einen Hardliner, einen Gemässigten, oder gar eine Zweierkandidatur aufstellt.

    Die Partei ist in der Frage gespalten. Bei früheren Bundesratswahlen löste sie solche internen Spannungen, indem sie zwei Kandidaten aus je einem Flügel der Partei aufstellte. Doch diesmal lässt sich das Problem nicht auf diese Weise lösen: Mit einem Kandidaten aus dem Lager, das Christoph Blocher die Treue hält, riskiert die Partei, vor der Vereinigten Bundesversammlung abzublitzen. Andererseits würde ein gemässigter  Kandidat wohl gewählt, aber er verträte nicht die Mehrheit der SVP-Wählerschaft.

    Philipp Burkhardt

  • Neue Regeln für Finanzwelt gesucht

    In Washington treffen sich die wichtigsten Industrienationen und Schwellenländer. Sie wollen neue Regeln für die Geldmärkte entwickeln, um so grosse Finanzkrisen wie die aktuelle künftig zu verhindern.

    Es sind sich alle einig, dass ein Zusammenbruch des internationalen Finanzsystems, wie ihn die Welt in den letzten Monaten erlebt hat, künftig verhindert werden muss. Wie das geschehen soll, ist allerdings umstritten.

    Bisher bestimmten darüber vor allem die 6 grössten westlichen Industriemächte und Japan, die G-7. Das ändert sich jetzt: Die Finanzkrise hat gezeigt, dass die alten Wirtschaftsmächte alleine nicht mehr fähig sind, stabile Verhältnisse zu schaffen.

    Markus Mugglin

  • Krise trifft auch Schwellenländer

    Die Finanzkrise trifft auch die Schwellenländer immer stärker. Sie erleben einen Wachstumseinbruch und stehen vor einer Rezession. Deshalb wollen sie am Weltfinanzgipfel in Washington auch mitreden.

    Lange sah es so aus, als ob die Schwellenländer von der Finanzkrise verschont würden. Sie sind laut Experten aber zu stark in die internationalen Finanzmärkte involviert, um von der Krise verschont zu bleiben.

    So wird beispielsweise das Geld, das die Industrienationen in den letzten Jahren in die boomenden Wachstumsmärkte des Ostens und des Südens investiert haben, in leutzter Zeit wieder abgezogen. Das Geld wird für die eigenen Märkte benötigt.

    Priscilla Imboden

  • Austrian Airlines AUA wird an die Lufthansa verkauft.

    Lufthansa übernimmt Austrian Airlines

    Die Lufthansa bekommt wohl den Zuschlag für die österreichische Fluggesellschaft Austrian Airlines AUA.

    Die zuständige staatliche Beteiligungsgesellschaft teilte mit, sie führe «ab sofort nur mehr mit Lufthansa abschliessende Gespräche». Mit den beiden anderen Interessenten, der Air-France-KLM und einer russischen Gesellschaft, werde nicht mehr verhandelt.

    Die Lufthansa will den staatlichen Anteil von knapp 42 Prozent an der AUA kaufen, verlangt offenbar aber, dass der Staat 500 Millionen Euro Schulden übernimmt.

    Diese Forderung hatte die EU-Kommission auf den Plan gerufen. Die Brüsseler Behörde forderte Österreich indirekt auf, Informationen über die mögliche Übernahme von Schulden der AUA durch den Staat zu übermitteln.

    Manuel Rentsch

  • Ségolène Royal

    Frankreichs Sozialisten vor Zerreissprobe

    Die französischen Sozialisten treffen sich in Reims, um einen neuen Chef zu finden. Aussichtsreiche Anwärterin ist Ségolène Royal, die glücklose Kandidatin bei den letzten Präsidentschaftswahlen.

    Anderthalb Jahre nach ihrer Niederlage will sie die Nachfolge von Parteichef François Hollande  antreten. Hollande ist Royals ehemaliger Lebensgefährte, mit sie vier Kinder hat. Die Parteileitung wäre die Voraussetzung, um an den nächsten Präsidentschaftswahlen wieder gegen Nicolas Sarkozy antreten zu können.

    Royal hatte sich bei der Präsidentschaftswahl 2007 in der Stichwahl dem heutigen konservativen Amtsinhaber Sarkozy geschlagen geben müssen und sich darauf zunächst weitgehend aus der nationalen Politik zurückgezogen.

    Philipp Scholkmann aus Paris

  • Die Nil-Insel Qursaya.

    Inselparadies im Nil in Gefahr

    Die Idylle der Insel Qursaya im Nil bei Kairo ist seit einem Jahr gestört. Die Bewohner leben in ständiger Angst, aus ihren Häusern und von ihrem Land vertrieben zu werden.

    Nahost-Korrespondentin Iren Meier mit einer Geschichte aus Ägypten, wo reiche Geschäftsleute und ein autoritäres Regime das Sagen haben.

    Iren Meier

Moderation: Curdin Vincenz, Redaktion: Christoph Wüthrich