UBS trotzt der Finanzkrise

Die UBS will wieder nationaler Banken-Champion werden und präsentiert bessere Zahlen als alle dachten. Für das dritte Quartal verspricht sie einen kleinen Gewinn.

Weitere Themen:

Der Bundesrat hat sich zur Finanzkrise kaum geäussert. Einigen ist die unverständlich.

Der Nationalrat will keine Parallel-Importe erlauben Der Ständerat will Billig-Krankenkassen den Riegel schieben.

Beiträge

  • UBS erwartet profitables 2009

    Die UBS will 2009 wieder die Gewinnzone erreichen - trotz der Turbulenzen an den Finanzmärkten. Einen Schritt in diese Richtung hat die Grossbank bereits getan: Sie erwartet für das dritte Quartal einen kleinen Gewinn.

    Verwaltungsratspräsident Peter Kurer nannte bei einer ausserordentlichen Generalversammlung in Basel allerdings keine konkreten Zahlen. Für das kommende Jahr äusserte er sich optimistisch: «Zuerst werden wir die Bank in die Gewinnzone zurückführen», sagte er zur künftigen Strategie der Bank. «Das Jahr 2009 wird insgesamt ein profitables Jahr sein.»

    Offenbar ist das Abschreibungskarussell der letzten Monate vorerst gestoppt. Analysten hatten mit weiteren Abschreibungen in Höhe von rund fünf Milliarden Franken gerechnet. Bisher hat die Bank mehr als 40 Milliarden Franken abgeschrieben. Genaue Zahlen sollen am 4. November veröffentlicht werden.

    Rainer Borer

  • Nationalrat blockiert Parallelimporte

    Der Nationalrat hat sich gegen Parallelimporte aus dem Europäischen Wirtschaftsraum entschieden. Er lehnte einen Kompromissvorschlag des Ständerats ab.

    Die kleine Kammer hatte sich vergangene Woche dafür ausgesprochen, Importe am offiziellen Vertriebskanal vorbei aus dem europäischen Wirtschaftsraum zuzulassen. Die Preise für Konsumgüter sollten so teilweise gesenkt werden. Um die Vorlage mehrheitsfähig zu machen, wollte der Ständerat die Medikamente ausnehmen.

    Der Nationalrat sprach sich stattdessen für eine Minimalvariante aus, die der Haltung des Bundesrats entspricht: Parallelimporte sollen nur für jene Produkte zugelassen werden, bei denen das jeweilige Patent im importierten Produkt nur eine untergeordnete Rolle spielt.

  • Ständerat bekämpft Billigkassen

    Der Ständerat will Billigkrankenkassen in die Schranken weisen. Krankenkassen sollen in der gleichen Prämienregion auch gleiche Prämien für das Grundangebot anbieten müssen.

    Der Entscheid fiel mit 18 gegen 17 Stimmen allerdings knapp aus und gegen den Willen von Gesundheitsminister Pascal Couchepin. Dieser hatte darauf verwiesen, dass Missbräuche bei der Prämiengestaltung und bei der Auswahl der Risiken zwar verhindert, die Bequemlichkeit einzelner Kassenmanager jedoch aufgebrochen und der Wettbewerb im Gesundheitswesen zugelassen werden müsse.

    Sollte die Motion auch vom Nationalrat überwiesen werden, so muss der Bundesrat anschliessend eine Ergänzung des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung vorlegen. Dieses würde die Krankenkassen im Endeffekt dazu verpflichten, alle Prämien der Grundversicherung, die unter einem Konzerndach oder im Rahmen eines einheitlich geführten Konglomerates angeboten werden, in gleicher Höhe anzubieten.

    Geraldine Eicher

  • Europarat verhängt keine Sanktionen gegen Russland

    Der Europarat hat sich an einer Sondersitzung mit dem Konflikt um die georgische Teilrepublik Südossetien befasst. Im Mittelpunkt stand das Verhalten Russlands und die Frage, ob der Europarat deshalb Sanktionen ergreifen sollte.

    Zahlreiche Vertreter osteuropäischer und skandinavischer Länder forderten einen Ausschluss Russlands aus dem Rat. Soweit kommt es nicht.

    Die Delegierten forderten aber, Russland müsse das Waffenstillstands-Abkommen mit der EU einhalten, seine Truppen vollständig aus der Pufferzone in Georgien zurückziehen und internationalen Beobachtern volle Bewegungsfreiheit gewähren.

    Fredy Gsteiger

  • Buffet, ein Mann der klaren Worte.

    Klare Worte von Warren Buffett

    Warren Buffett, der aktuell reichste Mann der Welt, hat das zögerliche Verhalten der US-Abgeordneten gegenüber dem Rettungsplan scharf kritisiert.

    Buffett hat viel Geld an den Finanzmärkten verdient. Er gilt zweifellos als Experte. Ginge es nach ihm, wäre die Sache längstens entschieden.

    Beat Soltermann

  • Leuthard zur Finanzkrise: «Wir haben die Situation unter Kontrolle.»

    Schweizer Politiker uneins über Finanzkrise

    Die Finanzkrise in den USA und ihre möglichen Folgen für die Schweiz sorgen für unterschiedliche Reaktionen in der Schweizer Bundespolitik.

    Bundesrätin Doris Leuthard beispielsweise zeigt sich zuversichtlich, dass die Schweiz nicht in eine Rezession abrutscht, auch wenn das Risiko angesichts immer neuer Hiobsbotschaften gewachsen sei.

    Andere Politiker werfen Leuthard vor, die Lage mit dieser Haltung zu beschönigen. SP und Grüne setzten eine Sondersession durch.

Moderation: Daniel Schmidt, Redaktion: Klaus Bonanomi