US-Abhörskandal: Merkel und Hollande wollen Spionage-Abkommen

  • Freitag, 25. Oktober 2013, 12:30 Uhr
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  • Erste Ausstrahlung:
    • Freitag, 25. Oktober 2013, 12:30 Uhr, Radio SRF 1, Radio SRF 2 Kultur, Radio SRF Musikwelle und Radio SRF 4 News

Beiträge

  • Der französische Präsident Francois Hollande (links) die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel am EU-Gipfel in Brüssel, Belgien, am 25. Oktober 2013.

    US-Abhörskandal: Merkel und Hollande wollen Spionage-Abkommen

    Gross war die Empörung diese Nacht am EU-Gipfel, dass der US-Geheimdienst sogar ein Mobiltelefon der deutschen Kanzlerin Merkel anzapfte. Nun wollen Deutschland und Frankreich regeln lassen, was Geheimdienste dürfen und was nicht. Am deutlichsten wurde dabei der französische Präsident Hollande.

    Urs Bruderer

  • General Keith Alexander.

    US-Regierung nimmt Anschuldigungen aus Deutschland gelassen

    Das US-Verteidigungsministerium publizierte im Internet ein langes Interview mit General Keith Alexander, dem Chef der NSA. Er ging nicht auf die neusten Enthüllungen ein, aber der Zeitpunkt des Gesprächs ist wohl kaum zufällig.

    Priscilla Imboden

  • Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel präsentiert im März 2013 ein abhörsicheres Handy von Blackberry an einem Stand von Secusmart während der Computermesse CeBIT in Hannover expo.

    Kommentar: Entrüstung genügt nicht

    Zwischen Europa und den USA herrsche nun tiefes Misstrauen, sagt Angela Merkel. Dramatische Worte. Bloss weshalb eigentlich? Das gegenseitige Ausspionieren ist eine uralte Tradition. Je stärker die Geheimdienste dank des Antiterrorkampfs werden, umso emsiger sammeln sie Daten.

    Um das zu ändern, bräuchte es mehr als Entrüstung.

    Fredy Gsteiger

  • Uhren am Stand der Swatch an der BaselWorld in Basel am Donnerstag, 25. April 2013. Im Streit um die Lieferreduktionen von Uhrwerken der Swatch Group an andere Uhrenfirmen liegt im zweiten Anlauf eine Einigung auf dem Tisch.

    Swatch darf Lieferung von mechanischen Uhrwerken reduzieren

    Der Bieler Uhrenkonzern Swatch musste bis anhin auch die Konkurrenz mit mechanischen Uhrwerken für Luxusuhren beliefern, weil nur Swatch weiss, wie man gewisse Teile einer Uhr macht. Nun haben die Wettbewerbshüter entschieden, dass Swatch die Lieferung ganzer Uhrwerke reduzieren darf.

    Tobias Fässler

  • Ein Zweig eines Kastanienbaumes, aufgenommen am, 7. Oktober 2013, in Gravesano nahe Lugano. Die Gallwespe hat dafür  gesorgt, dass die Erträge der Kastanienernte an den Sammelstellen im 2013 gegen Null tendieren.

    Keine Kastanien aus dem Tessin

    Im Tessin zeichnet sich eine historisch schlechte Kastanienernte ab. Es droht ein Ernteausfall von über 90 Prozent. Der Grund: ein Schädling, die Gallwespe. In Italien wird sie mit ihrem natürlichen Feind, der Schlupfwespe, bekämpft. Doch in der Schweiz schreckt man davor noch zurück.

    Alexander Grass

  • Vojtech Filip, Parteichef der Kommunistischen Partei.

    Tschechien: Renaissance der Kommunisten?

    In Tschechien wird ein neues Parlament gewählt. Es sind vorgezogene Wahlen, weil die bürgerliche Regierung zurücktreten musste. Die Umfragen sagen einen Linksrutsch und den Sieg der Sozialdemokraten voraus. Für eine Alleinregierung wird es kaum reichen.

    Deshalb ist ein ein Tabu-Bruch, indem sie die Kommunisten mit ins Regierungs-Boot holen.

    Marc Lehmann

  • Am Sonntag, 27. Oktober 2013, beginnt in Sölden, Österreich, die neue Ski-Alpin-Saison. Im Bild: Der Schweizer Justin Murisier, während eines Trainings am 23. Juli 2013 in Zermatt.

    So soll das Schweizer Ski-Alpin-Team zurück an die Weltspitze

    Das Schweizer Team rutschte im letzten Winter in der Nationenwertung auf  Platz sieben ab. Eine Demütigung für die einst stolze Ski-Nation. Daraufhin wurde die Stelle des Alpin-Chefs geschaffen. Der Österreicher Ruedi Huber hat als erster diese Funktion übernommen.

    Beat Sprecher hat Rudi Huber in Sölden getroffen.

    Beat Sprecher

  • Simon Enzler, Sieger der Kategorie Comedy, spricht während der Prix Walo Gala am Sonntag, 19. April 2009 in Interlaken.

    Simon Enzler: «Appenzell war ein Sammelsurium der Weltkultur»

    Die beiden Appenzell haben einen Grund zu feiern. Vor 500 Jahren sind sie damals noch als ein Kanton - der Eidgenossenschaft beigetreten - als dreizehnter Ort. Über Geschichte, Spaltung und das hinterwäldlerische Image der Appenzeller reden wir mit Kabarettist Simon Enzler.

    Er ist in Appenzell aufgewachsen und wohnt auch jetzt dort. Seine Bühnenkarriere begann er mit dem Erzählen von Appenzeller Witzen. «Mein Grossvater war sehr talentiert, Witze zu erzählen. Der Witz ist ein gutes Genre der Literatur. Eine Essenz, eine Möglichkeit, sich aufzulehnen. Die kleinen Leutlein übertrumpfen die Gescheiten und Reichen», sagt Enzler. Er wehrt sich aber auch gegen die Apenzeller-Klischees. «Die erste Frau auf einer Banknote war eine Frau und eine Dadaistin - herrlich, das zeigt, dass Appenzell sehr offen war. Ein Sammelsurium der Weltkultur. Aber das hat man einmal geschlossen, abgeriegelt. Das ist schade.»Heute ist er einer der bekanntesten Kabarettisten und Appenzeller der Schweiz, ausgezeichnet unter anderem mit dem Salzburger Stier und dem Schweizer Kabarett-Preis Cornichon.

    Susanne Brunner

Moderation: Simon Leu, Redaktion: Mark Livingston