Weniger Geld für Banker

Die Chefs von AIG, des verstaatlichten amerikanischen Versicherungskonzerns, wollen Boni in der Höhe von 50 Millionen Dollars zurückzahlen. Auch die Führungsriege der Schweizer Grossbank Credit Suisse verdient deutlich weniger.

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Talanx, der deutsche Versicherungskonzern, steigt bei Swiss Life ein, dem grössten Schweizer Lebensversicherer.

In Israel unterzeichnen die rechtsgerichtete Likud-Partei und die sozialdemokratische Arbeitspartei eine Koalitionsvereinbarung.

Immer noch vollziehen mindestens 25 Länder die Todesstrafe.

Beiträge

  • Weniger Geld für Banker

    Bei der Schweizer Grossbank Credit Suisse haben die Kader 2008 deutlich weniger verdient. Konzernchef Brady Dougan erhielt noch 2,8 Millionen Franken. Im Jahr davor waren es noch über 22 Millionen Franken gewesen.

    Auch in den USA verdienen führende Manager weniger. Nach heftigen Protesten gegen die Bonuszahlungen beim amerikanischen Versicherungskonzern AIG wollen mehrere führende Manager ihre Prämie zurückzahlen. Es geht um schätzungsweise 50 Millionen Dollar.

    Philippe Erath

  • Französische Banker unter Druck

    Die französische Regierung hat im Streit um Managervergütungen die Grossbank Société Générale in die Knie gezwungen. Nach massiver Kritik verzichtete die Chefetage des von staatlichen Hilfen abhängigen Instituts vollständig auf zugeteilte Aktienoptionen.

    Nun hat Präsident Nicolas Sarkozy neue Massnahmen angedroht, falls die Chefs nicht selber zur Raison kämen.

    Philipp Scholkmann

  • Talanx steigt bei Swiss Life ein

    Der grosse deutsche Versicherungskonzern Talanx steigt bei Swiss Life ein, dem grössten Schweizer Lebensversicherer. Die Zusammenarbeit mit Talanx ist aber nur die zweite Wahl für Swiss Life.

    Eigentlich wollte Swiss Life zu einer regelrechten Deutschland-Offensive ansetzen und dort gross ins Geschäft der Finanzberatung einsteigen. Diese Pläne sind nun vorerst gescheitert.

    Eveline Kobler

  • Koalition des Likud und der Sozialdemokraten in Israel

    In Israel haben der rechtsorientierte Likud und die sozialdemokratische Arbeitspartei eine Koalitionsvereinbarung unterzeichnet.

    Der designierte Regierungschef Benjamin Netanyahu vom Likud und Ehud Barak von der sozialdemokratischen Arbeitspartei wollen gemeinsam regieren.

    Robert Stähli

  • Flüchtlingshilfe gegen Willkür bei Härtefallen

    Härtefälle im Asylbereich sollen in den Kantonen gleich gehandhabt werden. Das fordert die Schweizerischen Flüchtlingshilfe (SFH).

    Flüchtlinge, die in der Schweiz vergeblich um Asyl nachgesucht haben, erhalten eine zweite Chance: Sie können unter gewissen Bedingungen ein so genanntes Härtefallgesuch stellen.

    Für die Behandlung solcher Härtefall-Gesuche sind seit zwei Jahren die kantonalen Behörden zuständig. Doch diese beurteilen diese Fälle laut der SFH sehr unterschiedlich.

    Andrea Jaggi

  • Ex-Juve Trainer Moggi wieder vor Gericht

    Der ehemalige Trainer von Juventus Turin, Luciano Moggi, muss wieder vor Gericht. Der italienische Staat verlangt von ihm und 18 weiteren Angeklagten 120 Millionen Euro Schadenersatz wegen des Skandals «Calciopoli».

    Vor zwei Jahren platzte der grösste Fussball-Skandal Italiens. Luciano Moggi, der berühmte Manager des  legendären Fussballclubs Juventus Turin wurde überführt, wie er Schiedsrichter bestach und damit Fussballspiele manipulierte.

    Der Skandal ging unter dem Namen «Calciopoli» in die Geschichte ein. Moggi wurde zu 18 Monaten bedingt verurteilt, Juve in die zweite Liga zurückgestuft und andere Clubs mit Geldstrafen abgeurteilt.

    Massimo Agostinis

  • Fast 2400 Menschen weltweit hingerichtet

    Immer noch vollziehen mindestens 25 Länder die Todesstrafe. Im vergangenen Jahr wurden fast 2400 Menschen hingerichtet, wie die Menschenrechtsorganisation Amnesty International bekannt gab.

    Diese Zahl ist fast doppelt so hoch wie im Jahr zuvor. Gleichzeitig wird aber die Todesstrafe in immer weniger Staaten vollzogen.

    Karin Wenger und Franco Battel

Moderation: Ivana Pribakovic, Redaktion: Klaus Bonanomi