Widmer-Schlumpf wollte im Fall Tinner Akten retten

Justizministerin Eveline Widmer-Schlumpf hat nach ihrem Amtsantritt Anfang Jahr versucht, die Aktenvernichtungsaktion in der Atomschmuggel-Affäre Tinner zu begrenzen.

Weitere Themen:

Der Nationalrat diskutiert, ob aus 26 kantonalen Zivilprozessordnungen eine eidgenössische werden soll.

Wie gefährlich ist der hohe Ölpreis für die Schweizer Wirtschaft?

Beide Seiten steigen mit unversöhnlichen Positionen in die Gespräche rund um SBB Cargo ein.

Gegen den Welthunger könnten Kleinbauern viel beitragen.

Beiträge

  • Eveline Widmer-Schlumpf.

    Widmer-Schlumpf wollte Akten retten

    Justizministerin Eveline Widmer-Schlumpf hat versucht, einen Teil der Akten, die im Atomschmuggel-Fall Tinner nach einer Anordnung des Bundesrats vernichtet wurden, zu retten.

    Dies zeigen Recherchen von Schweizer Radio DRS. Bislang war davon ausgegangen worden, dass die Aktenvernichtung Ende 2007 unter Justizminister Christoph Blocher durchgeführt wurde.

    Philipp Burkhardt

  • Schwierige Gespräche um SBB Cargo

    In Luzern haben die Gespräche am runden Tisch zur Zukunft des SBB-Industriewerks Bellinzona begonnen.

    Unter der Leitung von Alt-Nationalrat Franz Steinegger suchen die Unternehmensleitung und die Angestellten von SBB Cargo nach einer Lösung, wie das Werk mit über 400 Angestellten weitergeführt werden könnte. Doch der Runde Tisch wackelt bereits gefährlich. Denn die Arbeitervertreter haben bereits im Voraus ein Ultimatum gestellt.

    Alex Grass

  • Zivilprozesse sollen schweizweit gleich geführt werden.

    Nationalrat nimmt sich Zivilprozessordnung an

    Eine eidgenössische Zivilprozessordnung soll die 26 kantonalen Prozessordnungen ersetzen. Der Nationalrat hat die Beratung des rund 400 Artikel starken Gesetzes aufgenommen. 

    Zuvor schickte er einen nach der Abwahl von Justizminister Christoph Blocher eingereichten Rückweisungsantrag der SVP bachab. Diese hatte vom Bundesrat eine Vorlage verlangt, die den Kantonen mehr Autonomie einräumt.

    Damit dürfte die grosse Kammer im Wesentlichen auf dem von Bundesrat und Ständerat vorgezeichneten Kurs bleiben.

    Pascal Krauthammer

  • Mit steigendem Ölpreis werden andere Güter teurer.

    Ölpreis lässt Teuerung steigen

    Mit dem rasant steigenden Preis für Erdöl stellt sich die Frage nach den Auswirkungen auf die Wirtschaft. Die rekordhohen Preise für Öl und Lebensmittel nähren weltweit die Ängste vor Inflation.

    Mit dem steigenden Ölpreis werden neben der Mobilität auch viele andere Güter teurer: Von den Nahrungsmitteln bis zur Nebenkosten-Abrechnung für Mieterinnen und Mieter.

    Martin Stucki

  • Weizen wird in den nächsten zehn Jahren rund 20 Prozent teurer.

    Grundnahrungsmittel bleiben teuer

    Die derzeitigen Spitzenpreise für landwirtschaftliche Erzeugnisse dürften sich nicht halten. Doch die Preise werden in den kommenden Jahren hoch bleiben.

    Das geht aus dem Agrar-Ausblick der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und der Welternährungsorganisation (FAO) hervor.

    Demnach werden Reis und Zucker in den kommenden zehn Jahren knapp zehn Prozent teurer sein als im Schnitt der vergangenen Dekade, Weizen knapp 20 Prozent, Butter und Pflanzenöl gut 50 Prozent.

    Markus Mugglin

  • Multis setzen indonesische Kleinbauern unter Druck

    Kleinbauern in armen Ländern könnten viel gegen den Welthunger beitragen. Denn sie können den Ertrag ihrer Felder am meisten steigern.

    Einer dieser Bauern ist Henri Saraghi aus Indonesien. Er leidet unter der Macht der internationalen Nahrungsmittel-Multis. 

    Zwischen der Landwirtschaft in seinem Land und in der Schweiz gibt es grosse Gegensätze. Doch es finden sich auch Gemeinsamkeiten, wie sich bei einem Besuch Saraghis bei einer Schweizer Bäuerin zeigte.

    Fredy Gasser

Moderation: Daniel Schmidt, Redaktion: Elisabeth Pestalozzi