Zürcher SVP stellt Fraktion auf die Probe

Die Zürcher SVP hat den früheren Justizminister Christoph Blocher als Kandidaten für den Bundesrat nominiert. Damit stellen die Zürcher die Bundeshausfraktion auf die Probe.

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Das Ergebnis der Lohnverhandlungen kann sich sehen lassen: Viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bekommen im kommenden Jahr mehr Geld.

Vor der somalischen Küste liegt ein saudischer Tanker - er ist in der Hand von Piraten.

Beiträge

  • Christoph Blocher will für die SVP antreten.

    Zürcher SVP stellt Fraktion auf Probe

    Die SVP des Kantons Zürich hat Altbundesrat Christoph Blocher als einzigen Kandidaten für die Bundesratswahl nominiert. Damit stellt sie die SVP-Fraktion im Bundeshaus auf die Probe.

    In der Fraktion wird hinter den Kulissen bereits an Blochers Ast gesägt. Zieht er sich nicht freiwillig zurück, wollen Parlamentarier seinen Bundesrats-Ambitionen in Bern ein Ende bereiten.

    Pascal Krauthammer aus dem Bundeshaus

  • Ueli Maurer wieder im Rampenlicht.

    Vieles deutet auf Maurer hin

    Der Zürcher SVP-Präsident Ueli Maurer hat am Dienstag erklärt, er stehe als Bundesratskandidat nicht zur Verfügung. Vieles deutet aber darauf hin, dass Maurer der Favorit ist.

    Die Chancen sind gering, dass die SVP-Fraktion nur mit Christoph Blocher ins Rennen um die Nachfolge von Samuel Schmid steigt.

    Zwar gab mit dem Berner Nationalrat Adrian Amstutz einer der Kronfavoriten seine Kandidatur bekannt; trotzdem deutet vieles darauf hin, dass der Zürcher Ueli Maurer Favorit ist.

    «Veilleicht ändert sich die Ausgangslage, dann kann man das noch einmal prüfen», sagte denn auch Maurer, nachdem er betont hatte, er stehe nicht zur Verfügung.

    Peter Maurer

  • Kommentar: SVP im Dilemma

    Die Nominierung von Christoph Blocher zum Bundesratskandidaten stellt die nationale SVP vor grosse Schwierigkeiten.

    Früher setzte die SVP die anderen Parteien mit der Einzelnomination von Blocher unter Druck - jetzt nur noch sich selber.

     

    Kommentar von Inlandchef Lukas Schmutz

    Lukas Schmutz

  • Gewerkschaften zufrieden mit Lohnrunde

    Die diesjährigen Lohnverhandlungen sind laut dem Schweizerischen Gewerkschaftsbund gut angelaufen. In vielen Firmen steigen die Löhne nächstes Jahr über 3 Prozent. Das übertrifft die Teuerung von knapp 2,6 Prozent klar.

    Zu diesem Ergebnis kommt eine Zwischenbilanz der Gewerkschaften zu den Lohnverhandlungen. Coop, Migros, Post und die Metallbau-Branche haben alle Erhöhungen in dieser Grössenordnung versprochen.

    Laut Daniel Lampart, Chefökonom des Gewerkschaftsbundes (SGB), ist das laufende Jahr ein gutes für die Unternehmen. Deshalb könnten sich die meisten Firmen eine Reallohn-Erhöhung ohne Schwierigkeiten leisten.

    Priscilla Imboden

  • Gutes Wachstum für die Bâloise.

    Bâloise-Versicherung trotzt der Krise

    Die Basler Versicherungsgruppe profitiert vom steigenden Interesse an Lebensversicherungen. Diese Sparte wuchs im dritten Quartal um fast 3 Prozent, wie die Bâloise mitteilt.

    Die Finanzkrise brachte ihr aber Verluste auf den Kapital-Anlagen. Zahlen zum Gewinn präsentierte der Versicherungskonzern Bâloise nicht, man rechne aber mit einem positiven Halbjahresabschluss.

    Der Kurs der Bâloise-Aktie stieg am Dienstag rasant um über 9 Prozent. Andere Schweizer Versicherungen können von solcher Begeisterung an der Börse zur Zeit nur träumen

    Beat Soltermann

  • Von somalischen Piraten entführt: Die 330 Meter lange «Sirius Star».

    Supertanker von Piraten gekapert

    Piraten haben vor der Küste Somalias eines der grössten Schiffe der Welt gekapert. Der saudi-arabische Tanker hat 2 Millionen Barrell Öl geladen.

    Jetzt liegt das Schiff vor der Küste Somalias, umzingelt von Kriegsschiffen. Eine Befreiungsaktion birgt grosse Risiken, nicht nur für die Geiseln, sondern auch für die Umwelt.

    Fredy Gsteiger

  • Pornographische Straftaten an Kindern sollen nicht mehr verjähren.

    Unverjährbarkeit: Prozess kann verarbeiten helfen

    Wer als Kind sexuell missbraucht wurde, soll den Täter auch noch Jahre später anzeigen können. Das fordert die Volksinitiative, über die am 30. November abgestimmt wird.

    Sexuelle und pornographische Straftaten an Kindern sollen nicht mehr verjähren. Heute tun sie das nach 15 Jahren.

    Die Frage ist aber: Hilft den Opfern ein Gerichtsprozess, um das Erlebte zu verarbeiten? Und was ist, wenn der Täter freigesprochen wird?

    Andrea Jaggi hat mit einem Opfer von sexueller Gewalt gesprochen.

    Andrea Jaggi

Moderation: Ivana Pribakovic, Redaktion: Mark Livingstone