Zwei Jahre bedingt für Suter und Dosé gefordert

Zwei Jahre bedingt für Moritz Suter und André Dosé: So lautet die Forderung des Staatsanwalts im Crossair-Prozess vor dem Bundesstrafgericht in Bellinzona.

Weitere Themen:

In Libanon spitzt sich der Konflikt zwischen der Regierung und der Hisbollah-Miliz zu.

Nach der Wirbelsturm-Katastrophe in Burma will die Militärregierung weiter keine ausländischen Helfer ins Land lassen.

Am Pfingstsonntag wählt Serbien ein neues Parlament.

Beiträge

  • Dosé (l.) und Suter sollen zwei Jahre bedingt erhalten.

    Bedingte Haftstrafen für Crossair-Kader gefordert

    Der Staatsanwalt fordert im Prozess um den Flugzeugabsturz von Bassersdorf für Crossair-Gründer Moritz Suter und den ehemaligen Crossair-Chef André Dosé je zwei Jahre bedingt.

    Für vier weitere Crossair-Kadermitglieder werden ebenfalls bedingte Haftstrafen beantragt. Vorgeworfen wird allen fahrlässige Tötung in 24 Fällen.

    Alexander Grass

  • Ein Flugzeug wird mit Hilfsgütern beladen.

    Burma akzeptiert nur finanzielle Hilfe

    In Burma sind nach tagelangen Verzögerungen mehrere Tonnen Hilfsgüter der Uno und des Internationalen Roten Kreuzes eingetroffen. Doch viele Helfer warten noch immer auf Einreisebewilligungen.

    Die Militärregierung hat erklärt, sie akzeptiere nur finanzielle Hilfe. Hunderte Logistiker und Katastrophen-Experten, die für die Verteilung der Güter nötig wären, sitzen in den Nachbarländern fest.

    Über ein Million Opfer des Wirbelsturms brauchen dringend Hilfe, Seuchen breiten sich aus.

    Carsten Vick

  • Spekulanten treiben Preise für Benzin und Diesel hoch.

    Schwarzes Gold im Goldrausch?

    Der Ölpreis ist in dieser Woche um mehr als acht Dollar pro Fass gestiegen. Er erreichte jeden Tag neue Rekorde. Die wichtige US-Sorte WTI kostete zeitweilig fast 125 Dollar.

    Experten gehen davon aus, dass die grossen Schwankungen beim Ölpreis vor allem durch die unsichere Entwicklung auf den Finanzmärkten und die Abwertung des Dollars hervorgerufen werden.

    Massimo Agostinis

  • Serbien wählt ein neues Parlament.

    Serbien vor Richtungswahl

    Am Sonntag wählt Serbien ein neues Parlament: Die Wählerschaft muss sich zwischen dem nationalistischen, anti-europäischen Weg, und einem reformorientierten, pro-europäischen Kurs entscheiden.

    Erstmals seit dem Sturz des Milosevic-Regimes vor acht Jahren scheint es wahrscheinlich, dass die ultra-nationalistische Radikale Partei Serbiens in die Regierung gewählt wird.

    Für die demokratischen Pro-Europäer eine Horrorvorstellung. Denn es waren die serbischen Radikalen, die in den 1990er-Jahren für ein Gross-Serbien in den Krieg gezogen.

    Walter Müller

  • Der Klimawandel ist nur mit grossen Investitionen zu stoppen.

    Ökonomische Nutzniesser der Klima-Erwärmung

    Die Klimapolitik hat neue Geschäftsmöglichkeiten geschaffen: hochrentable und schnell wachsende Geschäfte. Der Markt der Klimabranche hat sich im letzten Jahr auf 61 Milliarden Dollar verdoppelt.

    Zentrales Instrument ist der Handel mit Rechten zum Ausstoss von CO2, so genannten Emissionsrechten.

    Priscilla Imboden

  • Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah lässt die Muskeln spielen.

    Hisbollah übernimmt Kontrolle in Beirut

    Die Lage in Libanon droht ausser Kontrolle zu geraten. Die ganze Nacht hindurch haben sich Anhänger der Regierung und Hisbollah-Milizen in Westbeirut schwere Kämpfe geliefert.

    Die Hisbollah hat offenbar den Grossteil der Hauptstadt Beirut unter ihre Kontrolle gebracht. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen wurden bei den Gefechten mindestens zehn Personen getötet. Viele Bewohner der Innenstadt flohen.

    Libanon steht, 18 Jahre nach dem Bürgerkrieg, am Rande eines neuen Krieges. Die Hisbollah wehrt sich dagegen, dass die pro-westliche Regierung die Machtstellung der Miliz schwächen will.

    Robert Stähli

Moderation: Daniel Schmidt, Redaktion: Mark Livingston