Abschied von Griechenland

Es begann fast wie im Märchen: Eine junge Schweizerin verliebt sich in Kreta in einen Griechen, lässt sich dort nieder und gründet eine Familie. Nun, fast 15 Jahre später, platzt der Inseltraum jäh. Die Krise, die Griechenland erschüttert, zwingt die Familie zur Rückwanderung in die Schweiz.

Es begann fast wie im Märchen: Mirjam Huber, eine junge Schweizerin, reist 1998 nach Kreta und will sich auf der griechischen Insel der Ikonenmalerei widmen. Doch schon am ersten Tag lernt sie ihren Mann Michalis Valari kennen. Bald wird sie schwanger und die beiden heiraten. Zwei Töchter, Fereniki (heute 13) und Anna (10) machen das kleine Glück auf der Ferieninsel perfekt.

Doch mit der Krise in Griechenland kommen die Zweifel. Plötzlich müssen sich Mirjam und Michalis Valari existenzielle Fragen stellen. Wo sollen die Kinder aufwachsen? Wo werden sie ihre Ausbildung machen? Die Situation verschärft sich, als Michalis Valari das Familienhotel schliessen muss, weil die Gäste immer mehr ausbleiben.

Die Familie fasst gemeinsam den Entschluss: Sie wollen ihr Glück in der Schweiz, in der Heimat von Mirjam, versuchen. Doch wovon sollen sie in der Schweiz leben? Wo werden sie wohnen? Und können die Mädchen in der Schule den Anschluss finden?

Reporter Marc Gieriet hat die Familie auf der griechischen Insel Kreta besucht und sie bei der Rückkehr in die Schweiz begleitet.