Der Notfallpsychiater

  • Sonntag, 6. April 2014, 21:40 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Sonntag, 6. April 2014, 21:40 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Montag, 7. April 2014, 4:05 Uhr, SRF 1
    • Donnerstag, 10. April 2014, 8:30 Uhr, SRF info
    • Donnerstag, 10. April 2014, 9:30 Uhr, SRF info
    • Freitag, 11. April 2014, 15:15 Uhr, SRF 1

Den Einwohnerinnen und Einwohnern der Stadt Zürich steht rund um die Uhr ein Notfallpsychiater zur Verfügung. Einer von ihnen ist Psychiater Martin Paris. Seit 28 Jahren macht er regelmässig Pikettdienst. «Reporter» hat ihn während 24 Stunden begleitet.

Für die meisten der rund 90 Psychiaterinnen und Psychiater ist der Notfalldienst ein notwendiges Übel. Nicht so für Martin Paris – er ist Notfallpsychiater aus Leidenschaft. Da ist zum Beispiel der lebensmüde Mann, der sich in seiner Verzweiflung ans Aerztefon wendet. Ein unerfreuliches Erlebnis hat Suizidgedanken bei ihm ausgelöst. Martin Paris muss entscheiden, ob er den Mann vor sich selber schützen und hospitalisieren muss oder ob dieser Schritt nicht nötig ist.

Als Martin Paris zu einem achtjährigen Buben gerufen wird, der seine eigene Mutter mit einem Besen attackiert hat, erfährt er dort die erschütternde Geschichte des Jungen: Der kleine Patient leidet unter dem Asperger-Syndrom und fühlt sich von seiner Umgebung beengt und in seiner Freiheit beschnitten. Martin Paris ermuntert die Mutter, sich Unterstützung bei der Erziehung des Buben zu holen.

Die Hälfte aller Personen, mit denen die Notfallpsychiater des Aerztefons zu tun haben, wird in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Auch Martin Paris muss in seiner Schicht Zwangseinweisungen, sogenannte Fürsorgerische Unterbringungen, veranlassen. Zwei Institutionen rufen ihn zu Hilfe, weil es Probleme mit Insassen gibt. Doch bei diesen beiden Einsätzen zeigt sich, was Paris am Notfalldienst so schätzt – es kommt immer anders, als man denkt. Reporterin Helen Arnet hat Martin Paris während 24 Stunden begleitet.