Glencores Hinterhof

Der Schweizer Rohstoffkonzern Glencore betreibt in Sambia eine riesige Kupferhütte und diverse Minen. «Reporter» geht der Frage nach, wie die Bewohner der Minenstadt von der riesigen Anlage profitieren und stösst dabei auf Ansässige, die aufgrund von Abgasen schwere Gesundheitsschäden davontragen.

Nirgendwo sonst in Afrika wird so viel Kupfer produziert wie in Mufulira. Der Schweizer Rohstoffkonzern Glencore betreibt in dieser Stadt in Sambia mehrere Untertageminen und eine riesige Kupferhütte. Mufulira heisst zu Deutsch „Ort des Reichtums“. «Reporter» zeigt ein Portrait der Minenstadt und geht der Frage nach, wie die Einwohner vom Rohstoffreichtum profitieren.
Glencore hat die Mine in Sambia 2001 übernommen und die Kupferproduktion massiv gesteigert. Dabei sind die Schwefeldioxid-Emissionen des Werks derart angestiegen, dass sie Gesundheitsschäden verursachen, wie der Chefarzt des Spitals, Makasa Sichela, erzählt:

„Wenn die Fabrik viel Abgase ausstösst, werden hier Neugeborene mit Atemnot und Lungeninfektionen eingeliefert.“

Die Schweizer Besitzer sind daran die Kupferhütte zu erneuern. Dabei werden einige der Umweltprobleme nicht gelöst, sondern verlagert, wie Reporter Res Gehriger in Mufulira feststellt.

«Reporter» hat Glencore mit den Vorwürfen konfrontiert - die Stellungnahme von Glencore.