Rosmarie zeigt’s den Chirurgen

  • Sonntag, 29. April 2018, 21:40 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Sonntag, 29. April 2018, 21:40 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Montag, 30. April 2018, 5:40 Uhr, SRF 1
    • Montag, 30. April 2018, 15:25 Uhr, SRF 1
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    • Samstag, 5. Mai 2018, 10:40 Uhr, SRF 1
    • Samstag, 5. Mai 2018, 16:10 Uhr, SRF 1

Rosmarie Frick wurde einst gesagt, ihre Schulnoten seien zu schlecht, um Krankenschwester zu werden. Heute gilt die 68-Jährige als Legende der Mikrochirurgie.

Etwas Märchenhaftes hat der Werdegang von Rosmarie Frick an sich. Als Bauernmädchen im sanktgallischen Oberbüren aufgewachsen, träumte sie davon, Bäuerin zu werden. Doch diese Pläne scheiterten, weil die Eltern den Hof aufgeben mussten. So kam sie als Schwesternhilfe ans Unispital in Zürich. Für mehr reichten ihre schulischen Leistungen nicht, beschied man ihr.

Der Zufall wollte es, dass zu dieser Zeit die Neurochirurgie in Zürich weltweit für Schlagzeilen sorgte. Dem Chirurgen Gazi Yasargil gelang 1967 als erstem eine Bypass-Operation an Hirngefässen zur Behandlung des Schlaganfalls. Winzigste Gefässe im Millimeterbereich konnten zusammengenäht werden, die moderne Mikrochirurgie fand ihren Anfang.

Die junge Rosmarie Frick interessierte sich für diese neuartige Technik und die Forschung dazu. Ohne entsprechende Ausbildung rutschte sie ins Team von Yasargil. «Ich war fasziniert von den Gefässen und der Arbeit mit dem Mikroskop», sagt Rosmarie Frick. Unermüdlich übte sie die äusserst feine Nähtechnik, perfektionierte sie und wurde schliesslich damit beauftragt, Ärzten das Handwerk der modernen Mikrochirurgie beizubringen. Tausende von Ärzten hat sie mittlerweile auf diesem Gebiet ausgebildet und jeder namhafte Chirurg der vaskulären Chirurgie ist durch ihre Schule gegangen. Und noch ist nicht Schluss damit.

Kathrin Winzenried hat der Rentnerin auf ihrer Ausbildungstour rund um die Welt über die Schulter geschaut und stellte fest: Auf Rosmarie Frick scheint man nicht verzichten zu können. Vor einem Jahr hat sie gar einen Ehrendoktor erhalten. Sie selber meint trocken: «Es ist tipptopp so, wie alles in meinem Leben gekommen ist.»