Vom «Heissen Stuhl» bis zur «Theke»

Der Heisse Stuhl in seinen Varianten

Bildlegende: SRF

Der Volksmund spricht vom «Heissen Stuhl»

Heisser Stuhl mit Kameramann

Bildlegende: Neues Studiodesign ab 1994 SRF

Im November 1994 war der neue «Rundschau-Stuhl» erstmals in den Wohnstuben der Zuschauer zu sehen. Die «Rundschau» präsentiert sich mit neuem Dekor und Sendekonzept. Durch die kritische und hartnäckige Befragung der Rundschau-Gäste im Studio wurde das Interview im Volksmund bald nur noch der «Heisser Stuhl» genannt.

Susanne Leutenegger-Oberholzer war der erste Gast auf dem «Rundschau-Stuhl». Bezeichnend für den «Rundschau-Stuhl» war die nahe Kameraführung, die dem kontroversen Interview ein zusätzliches Spannungsfeld gab. Die formale Nähe wurde jeweils durch einen Seitenwechsel des Moderators - hinter dem Rücken des Gastes vorbei - unterbrochen.

Normalerweise blieben alle Gäste auf dem «Heissen Stuhl» sitzen, nicht aber Nicolas G. Hayek. Im aufwühlenden Gespräch über das schwache Unternehmertum in der Schweiz stand N.G. Hayek auf und brachte den Moderator gar bis zu einem Kniefall.

Der «Heisse Stuhl» wird 2006 modernisiert

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Neues Studio-Design ab 2006

12 min, aus Rundschau vom 23.8.2006

2006 wurde der «Heisse Stuhl» einem neuen modernen Design angepasst. Das schwarze Dekor wurde mit einem dynamischen Farbhintergrund und einem Betonmöbel, an dem der «Heissen Stuhl» montiert war, ersetzt. Das kontroverse Interview mit naher Kameraführung blieb auch mit dem neuen «Heissen Stuhl» weiterhin bestehen. Premiere-Gast auf dem «Rundschau-Stuhl» war der damalige SVP-Bundesrat Christoph Blocher - das Thema: ein verschärftes Asylgesetz, das zur Abstimmung vorlag.

Die «Rundschau-Theke» löst den «Heissen Stuhl» ab

Schreiner-Skizze Rundschau-Theke

Bildlegende: Ausschnitt Konstruktionsplan Schreinerei Rundschau-Theke SRF

Nach 21 Jahren «Heisser Stuhl» wurde das Sendekonzept der «Rundschau» optisch und inhaltlich neu entworfen. Markante optische Neuerung war die «Rundschau-Theke». Ein Tisch in Form eines «R» für die Live- Gespräche im Studio, die auch in Zukunft kontrovers gehalten werden.

30 Mitarbeiter, 2800 Arbeitsstunden und 1000 Einzelteile formten das neue Studio-Dekor der «Rundschau». Die Rückwand beispielsweise ist ein Konstrukt aus einzelnen R-Holzstreifen, die zusammengeleimt und gespachelt worden sind. Das ganze Dekor wurde in der hauseigenen Schreinerei und Malerei erstellt.

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Neues Studio-Design ab 2013

6:07 min, aus Rundschau vom 21.8.2013

Am 21.8.2013 wurde der neue Sendeauftritt der «Rundschau» mit der «Theke» den Zuschauern präsentiert.

Der ehemalige «Heisse Stuhl» wurde zu Gunsten von Reporter ohne Grenzen für 2'125 Franken versteigert.

Das neue Studio im Bau