«A de Chilbi z’Hasle-Appezell»

Mit Jakob Alder steht heute ein grosser Appenzeller Musikant im Mittelpunkt. Alders Jock, wie man ihn auch nannte, war ein Ausnahmetalent in der an und für sich sehr talentierten Alder-Dynastie.

Schwarz-Weiss-Fotografie mit Appenzeller Volksmusikanten.
Bildlegende: Die zweite und dritte Generation Alder: Emil Zimmermann 1910, Jakob Alder 1915, Johannes Alder 1885, Jakob Alder 1888, Jakob Weiss jun. 1893. .kapellealder.ch

Bereits als Siebenjähriger erhielt Jakob Alder von seinem Vater Geigen-Unterricht. Das Klavierspiel brachte er sich mit zehn Jahren selber bei, mit 15 Jahren kam noch ein Cello hinzu. Zu Geige, Klavier und Cello gesellen sich später noch Hackbrett, Bratsche, Kontrabass, Blechblasinstrument, Kirchenorgel und Akkordeon.

Als derartig vielseitiger Multi-Instrumentalist konnte Jakob Alder ganz auf die Karte Musik setzen. Im Schnitt spielte er drei Mal pro Woche irgendwo auf. In der restlichen Zeit wurde geübt, komponiert und später unterrichtet.

Aus der Feder von Jakob Alder stammt auch der Walzer «A de Chilbi zHasle-Appezell». In der Aufnahme aus der «Sammlung Dür» von 1958 spielt die Ländlerkapelle Echo vom Bruderholz, es war dies die Ländlerkapelle des damaligen Radio-Musiker Cedric Dumont. Vermutlich aber habe Alders Jock dafür seine eigenen Musiker mitgebracht und sich persönlich ans Hackbrett gesetzt, mein Volksmusikredaktor Dani Häusler.

Moderation: Martin Wittwer, Redaktion: Dani Häusler