Städte als Oasen für Privilegierte?

  • Samstag, 20. April 2019, 11:30 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Samstag, 20. April 2019, 11:30 Uhr, Radio SRF 1
  • Wiederholung:
    • Samstag, 20. April 2019, 18:30 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Zürich wird immer mehr zur Stadt der Akademikerinnen und der sozial Bessergestellten. Das zeigen aktuelle Zahlen. Die hohen Mieten sind eine Folge davon. Tut die rot-grün regierte Stadt genug für weniger privilegierte Menschen? SP-Stadtpräsidentin Corine Mauch nimmt Stellung.

Corine Mauch, Stadtpräsidentin von Zürich.
Bildlegende: Corine Mauch, Stadtpräsidentin von Zürich. Keystone

Eigentlich ist es eine Erfolgsgeschichte: Zürich boomt, es entstehen laufend neue Arbeitsplätze und ein Grossteil der vielen Zuzüger sind bestens qualifiziert. Die Kehrseite sind hohe Mieten und eine Abwanderung gerade von Leuten mit tieferen Einkommen. Kritiker der rot-grünen Stadtregierung sagen, Zürich tue zu wenig, um günstigen Wohnraum zu fördern. Sie kontrolliere zu wenig, ob in städtischen Wohnungen nicht Menschen leben, die sich auch Marktmieten leisten könnten. Und – so der dritte Vorwurf - die Stadt lasse zu, dass kostengünstige Genossenschaftswohnungen häufig unter der Hand und einseitig an Menschen mit einem urbanen links-grünen Liebensstil vergeben würden. In der Samstagsrundschau nimmt Stadtpräsidentin Mauch Stellung zu diesen Vorwürfen. Corine Mauch sorgte vor zwei Jahren schweizweit für Aufsehen mit einem Brief an mehrere Zehntausend ausländische Einwohnerinnen und Einwohner. Darin rief sie dazu auf, eine Einbürgerung zu prüfen. Mauch ist überzeugt: Es müssten sich mehr Menschen einbürgern lassen – ansonsten bestimme in manchen Altersgruppen bald eine Minderheit von Schweizern über eine Mehrheit von Ausländern. Was sie vorhat, verrät die Stadtpräsidentin in der Samstagsrundschau.
Die Städte lamentieren gerne und oft über ihre schwache Stellung in Bundesbern und umgekehrt über die starke Stellung der ländlichen Kantone sowie der Gebirgsgebiete. Verschiedene Ideen – etwa für Städtevertreterinnen im Ständerat – blieben allerdings völlig chancenlos. Wie wollen die Städte ihre Stimme stärken im Bundeshaus? Tun sie selbst zu wenig, um gehört zu werden und mitzureden? Corine Mauch äusserst sich auch in ihrer Funktion als Vizepräsidentin des Schweizerischen Städteverbands.

Moderation: Dominik Meier