Wie weiss ist die Weissgeldstrategie?

  • Samstag, 15. Oktober 2016, 11:30 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Samstag, 15. Oktober 2016, 11:30 Uhr, Radio SRF 1
  • Wiederholung:
    • Samstag, 15. Oktober 2016, 18:30 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
    • Samstag, 15. Oktober 2016, 19:33 Uhr, Radio SRF 4 News
    • Sonntag, 16. Oktober 2016, 19:30 Uhr, Radio SRF 4 News

Jörg Gasser ist seit gut 100 Tagen «Mister Finanzplatz» und er hat grosse Ziele: Der Staatssekretär für internationale Finanzfragen will das Image des Bankenplatzes aufpolieren und den Banken neue ausländische Märkte erschliessen.

Jörg Gasser, neuer Staatssekretär für internationale Finanzfragen, wird den Medien vorgestellt, am Mittwoch, 20. April 2016, in Bern
Bildlegende: Jörg Gasser, neuer Staatssekretär für internationale Finanzfragen, wird den Medien vorgestellt, am Mittwoch, 20. April 2016, in Bern Keystone

Doch so sauber und korrekt wie gewünscht, geht es nicht überall zu und her auf dem Finanzplatz: Laufend neue Geldwäscherei-Enthüllungen bringen Banken in die Bredouille.

Es ist einer der grössten Geldwäscherei-Skandale weltweit: Rund um den malaysischen Staatsfonds 1MDB sollen Milliarden illegal verschoben worden sein. Diese Woche wurde bekannt: Auch die Schweizer Privatbank Falcon und – im geringeren Ausmass – die UBS waren involviert. Geldwäscherei werde zum Grossrisiko für den Bankenplatz, warnen Experten. Auch International zeichnet sich neuer Druck ab auf die Schweiz. Wie reagieren die Behörden?

Banken und Behörden stellen den Finanzplatz gerne als «geläutert» dar: Der Abschied vom alten Bankgeheimnis sei gemacht, internationale Standards seien erfüllt. Allerdings: Die strengeren Standards gelten nicht für die ganze Welt. Im Geschäft mit Schwellen- oder Entwicklungsländern haben Schweizer Banker weniger zu befürchten. Kritiker sprechen von einer Doppelstrategie: Weissgeld aus den reichen Ländern, weiterhin aber Schwarzgeld aus ärmeren Teilen der Welt. Wie lange geht das gut?

Bei seiner Wahl zum «Mister Finanzplatz» vor wenigen Monaten sagte Jörg Gasser, die Zeit des internationalen Drucks auf die Schweiz sei zu Ende. Banken und Politik hätten ihre Hausaufgaben gemacht – jetzt müssten das Image des Finanzplatzes gestärkt und neue Märkte erschlossen werden. In Europa aber hapert es beim Marktzutritt für die Schweizer Banken – welche Rezepte hat der «Neue» im Staatssekretariat für internationale Finanzfragen? Staatssekretär Jörg Gasser nimmt Stellung in der Samstagsrundschau bei Dominik Meier.

Moderation: Dominik Meier