Roger Schawinski im Gespräch mit Balthasar Glättli

  • Montag, 20. Oktober 2014, 22:55 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Montag, 20. Oktober 2014, 22:55 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Dienstag, 21. Oktober 2014, 4:27 Uhr, SRF 1
    • Dienstag, 21. Oktober 2014, 8:25 Uhr, SRF info
    • Dienstag, 21. Oktober 2014, 9:55 Uhr, SRF info
    • Dienstag, 21. Oktober 2014, 10:33 Uhr, SRF 1
    • Samstag, 25. Oktober 2014, 22:25 Uhr, SRF info
    • Sonntag, 26. Oktober 2014, 14:30 Uhr, SRF info

Balthasar Glättli ist der Philosoph unter den Politikern. Der Nationalrat der Grünen kämpft für eine faire Asylpolitik, gegen den Überwachungsstaat und gegen die Ecopop-Initiative. In «Schawinski» sagt er wieso.

Politik ist seine Leidenschaft, aber eigentlich sein Leben. Was sonst als Politiker wäre aus dem Jugendlichen geworden, der schon mit 16 Jahren eine Umweltgruppe gegründet hatte. Auf dem Pausenplatz im Zürcher Oberland nannte man den Knaben mit den langen Haaren «Jesus». Balthasar Glättli hatte schon früh ein ausgeprägtes Sendungsbewusstsein.

Der heute 42-Jährige fiel als fleissiger Leserbriefschreiber auf. So kam es, dass die Grünen auf ihn zugingen, um ihn als Parteimitglied zu gewinnen. Mit 26 Jahren zog er in den Zürcher Gemeinderat ein und wurde dort auch gleich Fraktionspräsident.

2011 wechselte er in den Nationalrat. Zwei Jahre später wurde er dort Fraktionschef der Grünen.

Glättli ist kein typischer Grüner. «Ich habe keinen Garten, kein Haustier, bin kein Natur- und Vogelfreund», sagt er. Glättli ist Stadtmensch und kämpft für urban-linke Anliegen: weniger Verkehr und günstigen Wohnraum.

Seit Jahren ist er auch ein wichtiger Player in der Asylpolitik, die er fair gestalten will. Und seit Mitglieder der Grünen die Ecopop-Initiative mitlanciert haben, die die Zuwanderung in die Schweiz drastisch einschränken will, kämpft Glättli auch gegen Leute aus den eigenen Reihen.

Um seine Thesen zu stützen, hat der Inhaber eines Kampagnen- und Webdesignbüros ein Buch geschrieben. In «Die unheimlichen Ökologen» versucht Balthasar Glättli zusammen mit Pierre-Alain Niklaus aufzuzeigen, dass nicht die vielen Menschen ein Problem für die Umwelt sind.

Bei Roger Schawinski redet der Nationalrat und Philosophiestudent über Zuwanderung und darüber, wieso er als Politiker sein Einkommen auf seiner Webseite publiziert.