Roger Schawinski im Gespräch mit Hanspeter Lebrument

  • Montag, 25. Januar 2016, 22:55 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Montag, 25. Januar 2016, 22:55 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Dienstag, 26. Januar 2016, 3:15 Uhr, SRF 1
    • Dienstag, 26. Januar 2016, 8:25 Uhr, SRF info
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    • Samstag, 30. Januar 2016, 22:25 Uhr, SRF info
    • Sonntag, 31. Januar 2016, 14:30 Uhr, SRF info

Hanspeter Lebrument, Präsident der Schweizer Verleger und Herrscher über die Medienlandschaft Graubündens, unterstellt der SRG Machtwillen und Hinterhalt. Was fordert er von den öffentlich-rechtlichen Medien?

Er ist der mächtigste Sankt Galler in Graubünden: Hanspeter Lebrument, 74, Medienmonopolist der Südostschweiz. 1971 fing er als Auslandredaktor bei der «Bündner Zeitung» an zu arbeiten, verpasste ihr ein neues Konzept und war anschliessend Chefredaktor.

1982 wurde er Direktor der Gasser AG Druck und Verlag, der Herausgeberin der Zeitung. Seit 2000 gehört ihm die Aktienmehrheit der Firma, die er in den vergangenen Jahren zum wichtigsten Medienunternehmen Graubündens ausbaute.

Mit wenigen Ausnahmen gehören sämtliche Zeitungen des Kantons zur Somedia AG, wie die Firma heute heisst. Lebruments Reich ragt zudem längst in die Nachbarkantone hinein. Auch das private Radio und Fernsehen in der Region kontrolliert Lebrument. Er heimst dafür Subventionen in Millionenhöhe ein. «Alpen-Berlusconi» schimpfen ihn deshalb seine Gegner.

Hanspeter Lebrument, der seit 2003 auch den Schweizer Verlegerverband präsidiert, poltert regelmässig gegen die SRG. Hinterhalt, sagt er, habe bei der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft System. Die geplante Werbeallianz zwischen SRG, Ringier und Swisscom will der Verlegerpräsident erst billigen, wenn die Verleger mit der SRG eine Lösung gefunden haben.

Damit der Streit zwischen den Privaten und den Öffentlich-Rechtlichen nicht eskaliert, hat Medienministerin Doris Leuthard Lebrument kurzfristig darum gebeten, einen Forderungskatalog zu erstellen.

Was verlangt Hanspeter Lebrument von Schweizer Radio und Fernsehen? Sind seine Forderungen überhaupt glaubwürdig?

Roger Schawinski fragt nach.