Roger Schawinski im Gespräch mit Marco Solari

  • Montag, 4. September 2017, 22:55 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Montag, 4. September 2017, 22:55 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Dienstag, 5. September 2017, 3:45 Uhr, SRF 1
    • Dienstag, 5. September 2017, 8:25 Uhr, SRF info
    • Dienstag, 5. September 2017, 9:50 Uhr, SRF info
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    • Samstag, 9. September 2017, 22:25 Uhr, SRF info

Laut Umfragen liegt das Tessin auf Platz 1 der beliebtesten Kantone. Trotzdem fühlt sich die Sonnenstube der Schweiz oft missverstanden und von Bundesbern alleingelassen. Marco Solari kennt die Mentalität der Tessiner und weiss Antwort.

Der Präsident des Filmfestivals Locarno gehört zu den gewichtigsten Stimmen, die sich ausserhalb des Politbetriebs in Bern mit Voten für das Tessin Gehör verschaffen. Er kämpft gegen das Klischee, in der italienischen Schweiz gehe es sonnig-unbeschwerter als im Rest der Schweiz zu und her. «Im Tessin ist eine fordernde Generation herangewachsen», betont Solari. Als langjähriger Tourismusdirektor des Südkantons hat der umtriebige 72-Jährige dafür den passenden Hintergrund, dank seinem Renommee in der Kulturszene ein weit verzweigtes Netzwerk. Er kennt die Seele der Sonnenstube Tessin und diagnostiziert, nach 18 Jahren brauche die Schweiz wieder einen Tessiner Bundesrat.

Klar also, dass sich Solari für eine Wahl des Tessiner Bundesratskandidaten Ignazio Cassis einsetzt. Doch warum sollte der Tessiner Anspruch bedeutender sein als derjenige der Frauen oder einer jüngeren Generation? Hat die italienischsprechende Minderheit das Potenzial und den Willen, wirtschaftlich über sich hinauszuwachsen und vom Bittsteller in Bern zu einem selbstbestimmten Akteur zu werden? Wie soll das Tessin die Herausforderungen eines Grenzkantons meistern? Und weshalb hat Solari eigentlich nie selbst versucht, die Zügel in die Hand zu nehmen und in die Politik zu gehen?