Roger Schawinski im Streitgespräch zu sexueller Belästigung

  • Montag, 4. Dezember 2017, 22:55 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Montag, 4. Dezember 2017, 22:55 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Dienstag, 5. Dezember 2017, 3:25 Uhr, SRF 1
    • Dienstag, 5. Dezember 2017, 8:25 Uhr, SRF info
    • Dienstag, 5. Dezember 2017, 9:50 Uhr, SRF info
    • Dienstag, 5. Dezember 2017, 10:30 Uhr, SRF 1
    • Dienstag, 5. Dezember 2017, 17:30 Uhr, SRF info
    • Samstag, 9. Dezember 2017, 22:25 Uhr, SRF info

Die #MeToo-Debatte um sexuelle Übergriffe erreicht Bundesbern. CVP-Vize Yannick Buttet ist nach einer Strafanzeige wegen sexueller Belästigung suspendiert. Ein Einzelfall, oder das Produkt von strukturellem Sexismus? Mattea Meyer (SP) und Claudio Zanetti (SVP) im Streitgespräch bei Roger Schawinski.

Einem Tweet Mitte Oktober entsprungen, bricht der Anklagestrom seit Wochen nicht ab. Harvey Weinstein, Kevin Spacey, Charlie Rose, Matt Lauer, die Liste der Beschuldigten in den USA ist lang. Nun gerät auch der Walliser Nationalrat Yannick Buttet wegen Stalkingvorwürfen in Bedrängnis. «Für die CVP sind jegliche Übergriffe gegen die Integrität anderer Menschen inakzeptabel», begründet die Partei die Suspendierung ihres Vizepräsidenten, welche Buttet selbst beantragte.

SP-Nationalrätin Mattea Meyer klagte bereits vor einem Jahr unter #SchweizerAufschrei über sexuelle Belästigung im Bundeshaus. «Das Thema Sexismus im Alltag darf nicht totgeschwiegen werden», sagt sie. SVP-Nationalrat Claudio Zanetti fordert, Frauen sollten sich wehren statt zu twittern: «Eine Ohrfeige zur rechten Zeit würde mehr bringen als #SchweizerAufschrei», so ein Tweet von Zanetti.

Warum schwiegen die Betroffenen so lange? Ist der Hashtag MeToo mehr als ein Medienhype, der alle Männer unter Generalverdacht stellt? Wo liegt die Grenze zwischen Kompliment und Belästigung, und wer darf sie ziehen? Roger Schawinski fragt nach.