Streitgespräch zur Ecopop-Initiative bei Roger Schawinski

Am 30. November stimmen Schweizerinnen und Schweizer über die Ecopop-Initiative ab. Im Streitgespräch bei Roger Schawinski diskutieren Initiant Benno Büeler und Gegnerin Christa Markwalder die Vorlage.

Nach Annahme der Masseneinwanderungsinitiative der SVP ist klar: Das Stimmvolk möchte, dass die Schweiz ihre Zuwanderung wieder selbst kontrolliert.
Während die Masseneinwanderungsinitiative keine konkreten Zahlen bezüglich Kontingenten nennt, fordern die Initianten der Ecopop-Initiative, dass die Schweiz jährlich um maximal 0,2 Prozent der ständigen Wohnbevölkerung wachsen darf. Das wären im Moment rund 16‘000 Personen.
Ausserdem soll der Bund 10 Prozent seiner jährlichen Ausgaben für die Entwicklungszusammenarbeit in die Förderung der freiwilligen Familienplanung investieren, also rund 150 Millionen Franken. Abgestimmt wird am 30. November.
Benno Büeler (53), Präsident des Initiativkomitees, erhält Unterstützung von Wachstumsgegnern unterschiedlicher Couleur, darunter auch ehemalige ETH-Professoren. Parteipolitisch ist der Verein Ecopop nicht gebunden. Die Initianten eint ein gemeinsames Ziel: Die Schweiz muss ihr Wachstum begrenzen – der Umwelt zuliebe.
Alle nationalen Parteien, das Parlament und der Bundesrat lehnen die Ecopop-Initiative ab, so auch FDP-Nationalrätin Christa Markwalder (39), bekannt für ihre proeuropäische Haltung. Eine Annahme, so Markwalder, würden die bilateralen Verträge mit der EU definitiv gefährden. Die strikte Wachstumsbeschränkung würde zudem den Wirtschaftsstandort Schweiz schwächen, weil nicht mehr genügend Fachkräfte rekrutiert werden könnten.
In «Schawinski» legen Benno Büeler und Christa Markwalder ihre Argumente für und gegen die Ecopop-Initiative dar.