Zum 65. Geburtstag von France Gall

Den 65. Geburtstag feierte France Gall am Dienstag. Mit «Poupée de cire, poupée de son» gewann die französische Sängerin 1965 den Eurovision Song Contest für Luxemburg. Ein Jahr später verliess France Gall Frankreich, ging nach Deutschland und nahm dort bis 1972 auf Deutsch gesungene Platten auf.

Die Luxemburgerin France Gall gewinnt am 20. März 1965 den Eurovision Song Contest in Neapel mit dem Lied «Poupee de Cire, Poupee de Son» von Serge Gainsbourg.
Bildlegende: Die Luxemburgerin France Gall gewinnt am 20. März 1965 den Eurovision Song Contest in Neapel mit dem Lied «Poupee de Cire, Poupee de Son» von Serge Gainsbourg. Keystone

Für «2 Apfelsinen im Haar» wurde ihr 1968 eine goldene Schallplatte verliehen. Im gleichen Jahr nahm sie mit «Der Computer Nr. 3» am deutschen Schlager-Wettbewerb teil und belegte den dritten Platz. Im Folgejahr wurde sie erneut Dritte beim deutschen Schlager-Wettbewerb. Ihr Titel «Ein bisschen Goethe, ein bisschen Bonaparte» gelangte zudem auch bis auf Platz 14 der Charts und wurde damit zu ihrer bis dahin höchsten deutschsprachigen Hitparadennotierung.

Zu den bekanntesten Liedern in deutscher Sprache zählen zum Beispiel «Zwei Verliebte ziehn durch Europa», «Kilimandscharo», «Mein Herz kann man nicht kaufen» oder «Wassermann und Fisch».

Aufgrund ihrer Popularität erhielt France Gall 1969 und 1971 den Bronzenen sowie 1970 den Silbernen Bravo Otto der Jugendzeitschrift BRAVO.

Ella, elle l'a

1988 feierte France Gall nach über 15 Jahren Funkstille ihren grössten Hit in Deutschland: Der Titel «Ella, elle l'a», eine Hommage an die Jazz-Sängerin Ella Fitzgerald, hielt sich vier Wochen lang auf Platz 1. Es war in diesem Jahr die in der Bundesrepublik Deutschland fünftmeistverkaufte Single und damit sogar noch etwas erfolgreicher als in Frankreich. An diesen Erfolg konnte France Gall später nie mehr anknüpfen.

«Schlag auf Schlager» gratuliert der Sängerin herzlich zum 65. Geburtstag und spielt ebenfalls einen ihrer grössten Hits «Ali Baba und die 40 Räuber».

Gespielte Musik

Moderation: Joël Gilgen