Wieso müssen wir im Winter Scheiben kratzen?

Steht unser Auto nachts draussen, tauscht es die verbleibende Wärme mit der kälteren Umgebungsluft aus. Die Folge: Die Temperatur des Autos wird immer tiefer,  bis das Auto schliesslich kälter ist als die Umgebungsluft.

Morgensport Eiskratzen.
Bildlegende: Morgensport Eiskratzen. Colourbox

Besonders kalt werden beim Auto das Dach, die Heck- und die Frontscheibe. Diese sind der sibirischen Luft der Atmosphäre direkt ausgesetzt und kühlen daher wesentlich schneller aus als die Seitenscheiben, die nicht gegen den Himmel geneigt sind.

Die Autoscheibe ist also deutlich kälter als die Umgebung und wird so zum idealen Hort für die Luftfeuchtigkeit, also die Wasserstoffteilchen in der Luft. Je kälter es ist, desto träger werden diese Wasserstoffteilchen, bis sie sich zu Tropfen vereinen. Diese Tautropfen lieben kalte Oberflächen und werden von der Autoscheibe angezogen. Sobald die Temperatur der Frontscheibe unter dem Gefrierpunkt liegt, dann setzen sich die Tautropfen nicht nur auf der Scheibe ab, sondern sie gefrieren sofort und wir müssen am nächsten Morgen kratzen.