«Fraisenhaube oder -kette» und «z Bode gjättet»

Im «Museum der Kulturen» in Basel begegnet der Besucher dem Ausdruck «Fraisenhaube». Dies sind kunstvoll gemachte Hauben, versehen mit Schutzsymbolen, wie zum Beispiel Muttergottes-Bildern. Solche Hauben sollten früher Krämpfe bei kleinen Kindern lindern oder gar verhindern.

Fraisenkette zum Schutz gegen den bösen Blick, das Verschreien, verschiedene Krankheiten und Gefahren.
Bildlegende: Fraisenkette zum Schutz gegen den bösen Blick, das Verschreien, verschiedene Krankheiten und Gefahren. Landesmuseum Joanneum, Matthias Wimler

Zum Wort «Fraisen» schreibt der Duden: «Krämpfe bei kleinen Kindern». Nebst Fraisenhauben gab es auch Fraisensteine, Fraisenhemdchen oder Fraisenschlüssel. In Österreich gilt eine Fraisenkette als religiöse Volkskunst. Sie werden mit Reliquien, Schutzbriefen, Samen, Wurzeln oder Steinen kunstvoll gestaltet.

Im «Schnabelweid-Briefkasten» beantwortet Christian Schmutz ausserdem Herkunft und Bedeutung der Redewendung «z Bode gjättet».                  

Moderation: Fränzi Haller, Redaktion: Christian Schmutz