Von «Grick» bis «s Zwei am Rugge»

In einem alten Aargauer Rezept taucht der Begriff «Grick» oder «Grigg» auf. Zur Bedeutung steht im Idiotikon, dem Schweizerdeutschen Wörterbuch, «die edleren, geniessenbaren Eingeweide der Schlachttiere». Zu diesen edleren, geniessbaren Eingeweiden gehören Lunge, Leber, Herz, Niere und Milz.

Innereien eines Huhns. Im Aargauer Mundart werden solche Innereien als «Grick» oder «Grigg» bezeichnet.in Aargauer Mundart
Bildlegende: Innereien eines Huhns. Im Aargauer Mundart werden solche Innereien als «Grick» oder «Grigg» bezeichnet.in Aargauer Mundart colourbox

Das Mittelhochdeutsche Wörterbuch von Lexer erklärt «Grick» mit «waagrechtes Gestell zum Aufhängen» oder «Band, Fessel, Umschlingung; Verschlingung der Eingeweide», erläutert Christian Schmutz im Schnabelweid-Briefkasten.

In der Sendung erklärt er ausserdem die Herkunft des Wortes «paupelä» für «wanken, stammeln, unzusammenhängendes Zeug plappern».

Schliesslich geht es noch um die noch heutige gängige Redensart «s Zwei am Rugge ha», was sich mit Sicherheit auf den zweiten Rang bei einem Wettstreit oder Wettkampf bezieht.

Moderation: Christine Gertschen, Redaktion: Christian Schmutz