Von «Ledischiff» bis «Sturzwälderschwarte»

Sturzwälderschwarte statt Schwarzwäldertorte, Weichmaster statt Wachtmeister oder Hundedräck statt Händedruck. Solche Wortspielereien mit Buchstaben-Verwechslung waren in den 1950er Jahren sehr beliebt und sind noch heute vielerorts zu hören.

Was darfs sein: Ein Stück Sturzwälderschwarte oder ein Stück Schwarzwäldertorte?
Bildlegende: Was darfs sein: Ein Stück Sturzwälderschwarte oder ein Stück Schwarzwäldertorte? pixelio

Im Schnabelweid-Briefkasten spricht Mundartexperte Markus Gasser am Beispiel «Sturzwälderschwarte» über solche Wortkreationen. Im Gassenwörterbuch «Limmatblüten» von Fritz Herdi aus dem Jahr 1955 sind unter dem Stichwort «alkoheilfroh» weitere Bespiele aufgelistet: «uf luderwiege» oder auch «Bisch so schiiss, muesch go bleiche».

In der Sendung werden ausserdem zwei Mundartwörter erklärt: «Ledischiff» und «horniggle». Ledischiff heissen die grössten Lastschiffe, die auf dem Bodensee oder Rhein unterwegs sind. Die Schiffe ohne Kiel sind bis zu 20 Meter lang. Für den Betrieb sind ungefähr 8 Mann nötig, steht im Idiotikon.

Mit «horniggle» ist der stechende Schmerz gemeint, den man in den Fingern verspürt, wenn man aus der Kälte in die Wärme kommt.

Moderation: Eric Dauer, Redaktion: Markus Gasser